Urner Regierung muss für ihre Energiestrategie kämpfen


Roman Spirig
Regional / 14.12.22 11:33

Der Urner Landrat bekommt in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch die Gesamtenergiestrategie 2030 vorgesetzt. Keinen Gefallen daran gefunden hat die vorberatende Baukommission: Sie will das 170-seitige Werk zur Überarbeitung an die Regierung zurückweisen.

Urner Regierung muss für ihre Energiestrategie kämpfen (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Urner Regierung muss für ihre Energiestrategie kämpfen (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Mit der Strategie will die Regierung den Verbrauch von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas bis 2030 um 27 Prozent senken. Der Energieverbrauch soll um 11 Prozent sinken, der Anteil erneuerbarer Energien dagegen von 13 auf 20 Prozent steigen.

Die Baukommission ist mit der Arbeit der Regierung indes nicht zufrieden. Sie beantragt dem Parlament, die Strategie zurückzuweisen und der Regierung vier Aufträge zu erteilten.

Sie verlangt einen konkreten Ausbauplan der erneuerbaren Energien bist 2030 und den Miteinbezug der Erkenntnisse zur Stromversorgungssicherheit. Weiter müssten die Potenziale zur Energieproduktion sowie die Sicherung der entsprechenden Rechte berücksichtigt werden, und schliesslich gelte es, den Bericht mit den Grobzielen der Klimastrategie abzustimmen.

Eröffnet wird die Landratssitzung mit Finanztraktanden. Nach dem Spitalkredit von 4,9 Millionen Franken behandelt das Parlament das Budget 2023. Im Vergleich zum September sind die Ausgaben um 1,5 Millionen Franken gestiegen, womit der Landrat über einen Gesamtaufwand von 455,5 Millionen Franken und ein Defizit von fast 9 Millionen Franken zu befinden hat.

(sda)


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