Urner Schulen sind laut Regierung nicht Treiber der Pandemie


Roman Spirig
Regional / 20.04.21 17:30

Der Schulbetrieb im Kanton Uri trägt nicht zur stärkeren Verbreitung des Coronavirus bei. Zwar spiegeln sich die steigenden Fallzahlen in der Bevölkerung auch in den Klassen. Die Serientests, die seit Montag laufen, sollen aber weitreichende Quarantänefälle verhindern.

Urner Schulen sind laut Regierung nicht Treiber der Pandemie (Foto: KEYSTONE/Ti-Press / Davide Agosta)
Urner Schulen sind laut Regierung nicht Treiber der Pandemie (Foto: KEYSTONE/Ti-Press / Davide Agosta)

Die serielle Testung habe wie geplant begonnen, teilte die Urner Bildungsdirektion am Dienstag mit. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen ab der Oberstufe führen einmal pro Woche einen Covid-19-Speicheltest durch. Bis zum Beginn der freiwilligen Aktion sei bei rund zwei Dritteln der Schüler die Einverständniserklärung der Eltern vorgelegen.

Die seriellen Massentests zielten nicht darauf ab, allfällige Infektionsherde an den Schulen selber zu ermitteln, sondern positive Fälle in den Familien zu erkennen und die Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen, schreibt die Regierung. Denn die Schulen seien nicht Treiber der Pandemie.

Zwar würden sich die aktuell hohen Fallzahlen in der Urner Gesamtbevölkerung in den Schulen spiegeln. Werde eine ganze Familie positiv getestet, sei davon häufig mehr als eine Abteilung an einer Schule betroffen. Innerhalb der Klassen aber greife das Virus nicht weiter um sich.

So seien in den rund 220 Abteilungen an der gesamten Urner Volksschule bislang weniger als zehnmal gleichzeitig mehrere Coronafälle in einer Klasse vorgekommen. Dies deute darauf hin, dass die Schutzkonzepte und die jeweils ergriffenen Massnahmen wirkungsvoll seien, hält die Regierung fest. An der Oberstufe gilt ein Maskenobligatorium.

(sda)


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