Urner Stipendien knacken 1,5-Millionen-Grenze


Roman Spirig
Regional / 12.07.19 12:23

Im Wintersemester 2018/2019 haben 710 Urner Studierende eine Universität, Fachhochschule oder Pädagogische Hochschule besucht. Das waren sieben weniger als im Vorjahr. Auf 1,55 Millionen Franken angestiegen sind die Stipendien, die der Kanton an 236 Personen vergab.

Urner Stipendien knacken 1,5-Millionen-Grenze (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)
Urner Stipendien knacken 1,5-Millionen-Grenze (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)

In ähnlicher Höhe bewegten sich die Ausgaben zuletzt 2013, als Uri 1,54 Millionen Franken Stipendien auszahlte. Im Jahr 2017 waren Stipendien von 1,463 Millionen an 210 Personen entrichtet worden, wie die Urner Bildungsdirektion am Freitag mitteilte.

Die höheren Ausgaben seien der höheren Anzahl an Gesuchen geschuldet, sagte Generalsekretär Christian Mattli auf Anfrage. So stellten 379 Studierende einen Stipendienantrag nach 357 Gesuchen im Vorjahr.

Zu den Stipendien kamen bewilligte Darlehen über 436'100 Franken. Hier sank der Umfang um 60'000 Franken. Effektiv ausbezahlt wurden nur 258'100 Franken, mit 237'000 Franken waren es 2017 noch weniger gewesen. Grund für die Differenz ist, dass Studierende nicht gerne auf einem Schuldenberg sitzen am Ende ihrer Ausbildung und daher nach Alternativen suchen.

Daneben bezahlte der Kanton im Rahmen der interkantonalen Vereinbarungen und Konkordate knapp 10,4 Millionen Franken an Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. Uri verfügt selber über keine Institutionen der tertiären Stufe der Bildung.

Insgesamt 325 Urner Studierende, 182 Männer und 143 Frauen, waren im Wintersemester 2018/2019 an den kantonalen Universitäten und den Eidgenössischen Technischen Hochschulen eingeschrieben, elf weniger als im Vorjahr. Die meisten studieren in Zürich, gefolgt von Bern und Luzern.

Die Zahl der Urner Studierenden an den Universitäten und Technischen Hochschulen ist damit weiterhin rückläufig. Anders sieht es bei kantonalen Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen aus. Dort waren 385 Studierende eingeschrieben, 204 Frauen und 181 Männer und damit vier mehr als im Vorjahr.

Bemerkenswert sei die Entwicklung an der Fachhochschule Zentralschweiz, heisst es in der Mitteilung. Seit dem Wintersemester 2015/2016 verzeichnete sie einen Zuwachs an Urner Studierenden von 23 Prozent.

(sda)


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