Urner Tourismusorganisationen müssen nicht fusionieren


News Redaktion
Regional / 28.09.22 13:32

Der Kanton Uri wird auch künftig zwei Tourismusorganisationen haben - eine für den Talboden und eine fürs Urserntal. Der Landrat hat es in seiner Sitzung vom Mittwoch abgelehnt, eine Fusion der beiden Organisationen voranzutreiben.

Das Urserntal mit der boomenden Region Andermatt soll auch künftig von einer eigenen Tourismusorganisation vermarktet werden. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Das Urserntal mit der boomenden Region Andermatt soll auch künftig von einer eigenen Tourismusorganisation vermarktet werden. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Landrat Christian Schuler (SVP) hatte eine Motion eingereicht, mit der er die in seinen Augen quasi gesetzlich verordnete "Doppelspurigkeit" bei der Urner Tourismusförderung aufheben wollte. Ziel müsse ein kantonales und nicht ein regionales Marketing sein.

Er strebte daher eine Änderung des Tourismusgesetzes an. Der Kanton soll künftig nicht mehr zwingend in in zwei Tourismusregionen unterteilt sein. Diese habe nämlich zur Gründung der Uri Tourismus AG und der Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH geführt. Ihnen stellt der Kanton jährlich 100'000 Franken zur Verfügung.

Im Rat vermochte er mit den Fusionsplänen allerdings keine Mehrheit zu überzeugen, sein Vorstoss wurde mit 28 zu 17 Stimmen bei 3 Enthaltungen als nicht erheblich überwiesen. Das Parlament folgte somit der Argumentation der Regierung, die eine Gesetzesänderung als unnötig erachtete.

Eine einzige Tourismusorganisation für das ganze Kantonsgebiet sei aufgrund der gesetzlichen Grundlage nämlich bereits heute möglich. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Tourismusorganisationen funktioniere gut. Gleichzeitig habe sich die unterschiedliche Entwicklung der beiden Tourismusregionen seit Einführung des Tourismusgesetzes nicht vermindert, sondern eher noch akzentuiert, weshalb die Regierung keine Fusion verordnen möge.

(sda)


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