USA haben mehr als 180'000 mit dem Coronavirus infizierte Personen


News Redaktion
International / 01.04.20 00:24

In den USA sind nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters 184'000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist ein Anstieg um 21'000 gegenüber dem Vortag. Zudem starben 700 Menschen. Das ist die höchste Zahl an einem einzigen Tag in den USA.

US-Präsident Donald Trump erwartet für die USA zwei harte Wochen mit steigenden Todeszahlen wegen der Corona-Pandemie. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Alex Brandon)
US-Präsident Donald Trump erwartet für die USA zwei harte Wochen mit steigenden Todeszahlen wegen der Corona-Pandemie. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Alex Brandon)

US-Präsident Donald Trump stimmte die amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf sehr harte zwei Wochen mit steigenden Todeszahlen ein. Ich möchte, dass jeder Amerikaner auf die harten Tage vorbereitet ist, die vor uns liegen, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus in Washington.

Wir werden zwei sehr harte Wochen durchmachen. Er hoffe darauf, dass danach Licht am Ende des Tunnels erkennbar sein werde. Aber dies werden sehr schmerzhafte, sehr sehr schmerzhafte zwei Wochen. Die Ausdauer der Amerikaner werde herausgefordert sein.

Das Weisse Haus befürchtet nach einer Prognose trotz Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zwischen 100000 und 240000 Tote. Die Koordinatorin der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses, die Ärztin Deborah Birx, stellte die Prognose am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington vor. Man arbeite daran, die Zahl niedriger halten zu können. Die Bandbreite sei aber möglich.

US-Präsident Trump sagte, ohne Massnahmen zur Eindämmung wären nach Prognosen zwischen 1,5 und 2,2 Millionen Tote zu befürchten gewesen. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, sagte auf die Frage, ob sich die Amerikaner auf die Wahrscheinlichkeit von 100000 Toten einstellen müssten: Die Antwort ist ja, so ernüchternd diese Zahl ist. Wir sollten darauf vorbereitet sein.

Einem russischen Medienbericht zufolge hat Trump Hilfe von seinem russischen Kollegen Wladimir Putin im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie angenommen.

Putin habe Trump während eines Telefonats am Montag medizinische Ausrüstung angeboten, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Trump habe angenommen. Ein russisches Flugzeug mit entsprechender Ausrüstung werde möglicherweise noch am Dienstag in die USA aufbrechen.

Das Angebot kommt überraschend, weil die Beziehungen zwischen Moskau und den USA seit Jahren angespannt sind. Die USA werfen Russland unter anderem eine Einmischung in die US-Wahlen vor.

Die USA sind Aussenminister Mike Pompeo zufolge grundsätzlich bereit, angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Sanktionen gegen den Iran und andere Staaten zu überdenken. Pompeo erklärt auf eine Frage von Journalisten, die USA überprüften ständig diese Massnahmen. Könnten wir jemals umdenken? Natürlich, sagt er.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Polizisten als First Responder bei medizinischen Notfällen
Schweiz

Polizisten als First Responder bei medizinischen Notfällen

Zürcher Kantonspolizisten leisten seit einiger Zeit als so genannte First Responder auch Hilfe bei medizinischen Notfällen. In der sechsmonatigen Pilotphase wurden sie über 200 Mal zu einem Notfall aufgeboten. Die Einsätze wurden mittlerweile in Arbeitsalltag der Polizei integriert.

Leverkusen erneut dank Havertz
Sport

Leverkusen erneut dank Havertz

Leverkusen reagiert auf die Heimniederlage vom Dienstag gegen Wolfsburg umgehend. Die Rheinländer gewinnen zum Auftakt der 29. Bundesliga-Runde in Freiburg 1:0.

Obwaldner Kantonsrat will kein Moratorium für 5G-Antennen
Regional

Obwaldner Kantonsrat will kein Moratorium für 5G-Antennen

Im Kanton Obwalden wird es kein Moratorium für den Bau von 5G-Sendeanlagen geben. Der Kantonsrat hat am Freitag eine Motion aus den Reihen der SP mit 15 zu 32 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt.

Rasender Motorradfahrer in Fläsch erwischt
Schweiz

Rasender Motorradfahrer in Fläsch erwischt

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle ist am Dienstag in Fläsch GR ein Motorradfahrer erwischt worden, der ausserorts mit 144 Kilometern pro Stunde (km/h) unterwegs war. Es handelt sich um ein Raserdelikt. Der Führerausweis wurde ihm abgenommen.