US-Präsidentschafts-Bewerber Bernie Sanders hatte Herzinfarkt


Roman Spirig
International / 05.10.19 05:37

Drei Tage nach einer Herz-Operation hat das Team des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Bernie Sanders erklärt, dass er einen Herzinfarkt erlitten hatte. Der 78-Jährige wurde am Freitag (Ortszeit) aus einem Spital in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada entlassen.

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hatte Herzinfarkt (Foto: KEYSTONE / EPA / TANNEN MAURY)
US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hatte Herzinfarkt (Foto: KEYSTONE / EPA / TANNEN MAURY)

In einer Pressemitteilung erklärte er selbst, es gehe ihm gut, und er freue sich, nach einer kurzen Pause bald "wieder an die Arbeit zu gehen". Sanders plant, bereits an der nächsten Fernsehdebatte der Präsidentschaftsanwärter der oppositionellen Demokraten am 15. Oktober teilzunehmen.

Am Mittwoch hatte sein Wahlkampfteam mitgeteilt, Sanders habe an einer Arterienverstopfung gelitten, weswegen ihm zwei Gefässstützen (Stents) eingesetzt worden seien. Von einem Herzinfarkt war zu dem Zeitpunkt noch nicht die Rede gewesen. Der Senator habe bei einer Veranstaltung in Las Vegas am Dienstagabend Schmerzen im Brustbereich gehabt, hiess es.

Bei Sanders sei vor drei Tagen ein Herzinfarkt diagnostiziert worden, erklärten auch die behandelnden Ärzte am Freitag (Ortszeit). Dem 78-Jährigen seien daraufhin zwei Stents eingesetzt worden, um die verstopften Arterien offen zu halten. Am Freitag habe Sanders das Spital mit guten Fortschritten bei der Genesung verlassen.

Sanders ist einer von rund 20 Bewerbern, die sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die US-Wahl im November 2020 bewerben. Hinter dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden und der Senatorin Elizabeth Warren ist der Senator aus dem US-Bundesstaat Vermont einer der Favoriten im Rennen. Sanders' zentrales Thema ist die Einführung einer Krankenversicherung für alle US-Amerikaner.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Sexueller Missbrauch: Priester der Diözese Lugano verhaftet
Schweiz

Sexueller Missbrauch: Priester der Diözese Lugano verhaftet

Ein Priester der Diözese Lugano ist am Samstagabend wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch verhaftet worden. Dies teilte der Bischof von Lugano, Valerio Lazzeri, an einer am Pfingstsonntag einberufenen Medienkonferenz in Lugano mit.

Die Corona-Krise wird Mobilitätsverhalten nachhaltig verändern
Schweiz

Die Corona-Krise wird Mobilitätsverhalten nachhaltig verändern

Wegen des Coronavirus wollen Schweizerinnen und Schweizer in Zukunft weniger häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Unternehmen und Behörden sollen nun flexible Lösungen ausarbeiten, die Klimaschutz und neue Mobilitätsbedürfnisse unter einen Hut bringen.

Anti-Rassismus-Demo mit mehreren hundert Menschen in Zürich
Schweiz

Anti-Rassismus-Demo mit mehreren hundert Menschen in Zürich

In der Stadt Zürich sind am Montag mehrere hundert Personen zu einer Demonstration gegen Rassismus zusammengekommen. Sie protestierten nach einem tödlichen Polizeieinsatz in den USA vergangene Woche unter anderem gegen Polizeigewalt an Schwarzen.

Rückwirkende GA-Hinterlegung ab sofort nicht mehr möglich
Schweiz

Rückwirkende GA-Hinterlegung ab sofort nicht mehr möglich

Nach gut 12 Wochen kehrt der öffentliche Verkehr (öV) am 8. Juni auch tarifisch wieder zum Normalbetrieb zurück. Die rückwirkende Hinterlegung der Generalabonnemente (GA) ist ab sofort nicht mehr möglich. Streckenbillette sind neu alle generell einen Tag gültig.