US-Regierung hebt Trump-Sanktionen gegen Tiktok und WeChat auf


Roman Spirig
Wirtschaft / 09.06.21 19:00

US-Präsident Joe Biden hat die von seinem Vorgänger Donald Trump angeordneten Verbote der Apps Tiktok und WeChat aufgehoben.

US-Regierung hebt Trump-Sanktionen gegen Tiktok und WeChat auf (Foto: KEYSTONE / AP / KIICHIRO SATO)
US-Regierung hebt Trump-Sanktionen gegen Tiktok und WeChat auf (Foto: KEYSTONE / AP / KIICHIRO SATO)

Stattdessen unterzeichnete Biden am Mittwoch in Washington einen neuen Erlass, laut dem US-Behörden Software-Anwendungen mit Verbindungen zu gegnerischen Staaten überprüfen und wenn nötig gegen sie vorgehen sollen.

Dies sei etwa geboten, wenn dadurch die Möglichkeit eines unangemessenen oder inakzeptablen Nationalen Sicherheitsrisikos für die USA bestehe, hiess es in einem vom Weissen Haus veröffentlichten Factsheet.

Die Trump-Regierung hatte die von chinesischen Besitzern kontrollierten Apps Tiktok und WeChat als Risiko für Daten von Amerikanern und die Nationale Sicherheit eingestuft und Verbote in den USA verfügt. Diese waren allerdings ohnehin schon gerichtlich mit einstweiligen Verfügungen gestoppt worden.

Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance. Hier wollte Trump einen Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok an amerikanische Besitzer durchsetzen. China torpedierte dies aber im Herbst mit einer neuen Regel, die den Export von Software-Algorithmen ohne spezielle Erlaubnis verbietet.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Arbeiter bei Unfall am Kopf verletzt
International

Arbeiter bei Unfall am Kopf verletzt

Bei einem Unfall in einer Industriehalle in Glarus hat sich am Mittwochnachmittag ein Arbeiter Kopfverletzungen zugezogen. Der 28-Jährige wurde von der Ambulanz ins Spital gebracht.

Opernhaus sucht neuen Intendanten und findet neue Balletdirektorin
Schweiz

Opernhaus sucht neuen Intendanten und findet neue Balletdirektorin

Am Opernhaus Zürich will eine Findungskommission bis Ende des Jahres eine Nachfolge für Intendant Andreas Homoki präsentieren. Zudem ist eine neue Balletdirektorin gefunden worden, als Nachfolgerin für Christian Spuck, der nach Berlin wechselt.

Zürich: Tod nach Streit um parkiertes Auto - Schuldspruch bestätigt
Schweiz

Zürich: Tod nach Streit um parkiertes Auto - Schuldspruch bestätigt

Es war fahrlässige Tötung: Das Zürcher Obergericht hat einen 57-jährigen Mann zu einer bedingten Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu 30 Franken verurteilt. Er hatte bei einem Streit um ein falsch abgestelltes Auto einen 79-Jährigen geschlagen, der kurz darauf starb.

US-Kongress macht Weg frei für Feiertag zum Ende der Sklaverei
International

US-Kongress macht Weg frei für Feiertag zum Ende der Sklaverei

In den USA soll der Gedenktag "Juneteenth", der das Ende der Sklaverei markiert, bundesweiter Feiertag werden.