US-Regierung lobt Deutschland vor G7-Gipfel


News Redaktion
International / 25.06.22 18:55

Vor Beginn des G7-Gipfels in Bayern hat die US-Regierung die Bedeutung der engen Partnerschaft mit Deutschland unterstrichen. "Deutschland ist ein starker Nato-Verbündeter", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates im Weissen Haus, John Kirby, am Samstag vor Journalisten auf dem Flug nach München. "Präsident (Joe) Biden schätzt natürlich die enge Partnerschaft mit Deutschland." Kirby lobte besonders die Rolle Deutschlands bei der Unterstützung der Ukraine nach dem Angriff Russlands. Dass Deutschland auch "tödliche Waffensysteme" an die Ukraine liefere, sei sehr wichtig.

John Kirby, Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, spricht während eines Pressebriefings im Weißen Haus. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Patrick Semansky)
John Kirby, Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, spricht während eines Pressebriefings im Weißen Haus. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Patrick Semansky)

Kirby spielte auf die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine durch Deutschland an, gegen die die Bundesregierung sich zunächst gesperrt hatte. Andere Waffen hatte Deutschland dagegen zur Verfügung gestellt. Biden will vor Beginn des G7-Gipfels in Schloss Elmau am Sonntag zu einem bilateralen Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zusammenkommen. Kirby sagte, Biden und Scholz würden sich weiterhin eng abstimmen, wie sie es zum Beispiel im Fall der Ukraine getan hätten. Ein Schwerpunkt beim G7-Gipfel werde darauf liegen, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Verantwortung zu ziehen. Der Gipfel werde ausserdem nach Möglichkeiten suchen, die Gewinne zu minimieren, die die derzeit hohen Ölpreise Putin bescherten.

Das G7-Spitzentreffen in Bayern dauert bis Dienstag. Anschliessend will Biden zum Nato-Gipfel nach Madrid weiterreisen, bevor er am Donnerstag nach Washington zurückkehrt. Für Biden ist es die erste Reise nach Deutschland seit seinem Amtsantritt Anfang 2021. Deutschland hat in der "Gruppe der Sieben" derzeit den Vorsitz. Zur G7 gehören neben Deutschland und den USA auch Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Im Zentrum der Gipfel wird der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und seine Folgen stehen.

(sda)


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