Vergängliche Kunst aus der Sammlung im Kunstmuseum Luzern


News Redaktion
Regional / 19.03.21 15:38

Das Kunstmuseum Luzern thematisiert in seiner neuen Ausstellung die Vergänglichkeit seiner in der Sammlung konservierten Kunstwerke. Höhepunkt der Ausstellung "werden und vergehen. Zustandsbericht aus der Sammlung" sind die Reste von Joseph Beuys "Luzerner Fettraum".

Die Sammlungskonservatorin des Luzerner Kunstmuseum, Alexandra Blättler, thematisiert in der neuen Ausstellung die Herausforderungen ihrer Arbeit. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Sammlungskonservatorin des Luzerner Kunstmuseum, Alexandra Blättler, thematisiert in der neuen Ausstellung die Herausforderungen ihrer Arbeit. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Aktionskünstler, der dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, richtete sein legendäres Kunstwerk 1969 im Kunstmuseum Luzern ein. Die Überreste des Fettraums werden im sogenannten Fettkoffer aufbewahrt und in der Ausstellung bis am 21. November 2021 gezeigt.

Gerade in den späten 60er- und den 70er-Jahren war die Vergänglichkeit, die Überwindung des Materiellen, Strategie vieler Kunstschaffenden. Nicht nur Beuys Fettraum, auch Dieter Roths mit Schokolade gefüllte Plexiglasbox oder Jan Dibbets Grastisch gehören in diese Kategorie. Von Performances blieben nur Fotos oder Filme übrig. Aber auch an Kunstwerken aus scheinbar soliden Materialien nagt der Zahn der Zeit, wenn Licht und klimatische Veränderungen auf sie einwirken.

Die neue Ausstellung im Kunstmuseum Luzern wurde von Alexandra Blättler konzipiert, der Konservatorin des Museums. Sie thematisiert darin die Flüchtigkeit der Kunst. Sie lasse die Besucherin und den Besucher teilhaben an den Fragen und Lösungen, die sich ihr beim Bewahren der vergänglichen Kunstwerke stellen, teilte das Museum zur Ausstellungseröffnung mit.

(sda)


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