Verletzte bei Migranten-Ansturm auf spanische Afrika-Exklave


News Redaktion
International / 22.07.21 16:50

Etwa 230 Migranten haben am Donnerstag die sechs Meter hohe Grenzmauer zur spanischen Nordafrika-Exklave Melilla überwunden.

Eine Gruppe von Migranten sitzt in einem Aufnahmezentrum in Melilla. Insgesamt 238 Menschen sind am frühen Donnerstagmorgen über den Grenzzaun zwischen Marokko und Spanien gesprungen. Dabei seien laut Angaben des TV-Senders RTVE drei spanische Polizisten und 18 Migranten verletzt worden. Foto: Uncredited/Europa Press/dpa (FOTO: Keystone/Europa Press/Uncredited)
Eine Gruppe von Migranten sitzt in einem Aufnahmezentrum in Melilla. Insgesamt 238 Menschen sind am frühen Donnerstagmorgen über den Grenzzaun zwischen Marokko und Spanien gesprungen. Dabei seien laut Angaben des TV-Senders RTVE drei spanische Polizisten und 18 Migranten verletzt worden. Foto: Uncredited/Europa Press/dpa (FOTO: Keystone/Europa Press/Uncredited)

Drei spanische Polizisten und 18 der aus Ländern südlich der Sahara stammenden Migranten seien verletzt worden, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Videobildern der Zeitung El Faro de Melilla war zu sehen, wie die Menschen eine Strasse in der Exklave entlangliefen, Sieg, Sieg jubelten und Asyl, Asyl riefen. Sie seien in ein Notaufnahmelager gebracht worden, wo sie wegen möglicher Corona-Infektionen in Quarantäne mussten.

Spanien hat in Nordafrika zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe beider Gebiete warten Zehntausende Afrikaner auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Den grössten Ansturm der letzten Zeit gab es im April in Ceuta, als Marokko faktisch die Grenze öffnete und binnen weniger Stunden 8000 Migranten in die Exklave kamen. Die meisten wurden schnell wieder zurückgeschickt.

(sda)


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