Verteidiger Nathan erlöst den FCZ


Roman Spirig
Sport / 17.08.19 20:25

In der 1. Hauptrunde des Schweizer Cup hat sich der FC Zürich aus einer heiklen Lage befreit. Innenverteidiger Nathan erzielte in der 83. Minute das Zürcher Siegestor zum 2:1 bei Black Stars Basel.

Verteidiger Nathan erlöst den FCZ (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
Verteidiger Nathan erlöst den FCZ (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)

Die in die Promotion League aufgestiegenen, einen sehr kultivierten Fussball zeigenden Basler verlangten dem Cupsieger von 2018 und diesjährigen Finalisten alles ab.

In der 55. Minute hätten die Unterklassigen 2:1 in Führung gehen können. Aber Stürmer Ermin Alic setzte einen von Lewan Charabadse verschuldeten Foulpenalty an die Unterkante der Latte. Später, immer noch beim Stand von 1:1, traf Mergim Ahmeti für die Black Stars den Pfosten. Matchwinner war Denis Popovic. Der neu verpflichtete Slowene hatte nach 10 Minuten die Zürcher Führung herausgeschossen und schlug nach 83 Minuten die Freistossflanke, die Nathan mit dem Kopf verwertete.

Wie der FCZ hatte auch der FCB kein leichtes Spiel. Beim Zweitligisten Pully fingen die Basler - der mit dem Velo verunfallte Trainer Marcel Koller fehlte - durch einen Handspenalty das zeitweilige 1:1 ein. Für das Hands wurde Verteidiger Raoul Petretta mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Erst in Unterzahl machten die Basler den Klassenunterschied deutlich. Sie gewannen 4:1. Kevin Bua, der Romand beim FCB, erzielte drei Tore. Nicht nur mit seiner Torproduktion war Bua der beste Mann auf dem Platz. Besonders in der ersten Halbzeit liefen die meisten guten Basler Angriffe über ihn und seine linke Seite.

Bester Torschütze in den Cupspielen vom Samstag war Kevin Bua jedoch nicht. Nassim Ben Khalifa traf beim 9:1-Sieg der Grasshoppers bei Seefeld Zürich fünf Mal. Die Zweitlisten hielten bis zur 74. Minute ein 1:3, bevor sie die Tür öffnen und beinahe minütlich Tore kassieren mussten. Ben Khalifa benötigte für die drei Tore vom 5:1 zum 7:1, für einen klassischen Hattrick also, nur gerade vier Minuten.

Wie Bua dreifacher Torschütze war auch der Brasilianer Chagas für Servette. Der Challenge-League-Torschützenkönig der vergangenen Saison erzielte damit die Hälfte von Servettes Toren beim 6:0-Sieg in Echallens.

Den höchsten Sieg einer Super-League-Mannschaft errang der FC Sion, der in Allschwil mit dem dortigen Zweitligisten kein Erbarmen hatte. Die ersten 20 Minuten überstanden die Baselbieter ohne Gegentor, und dennoch hiess es in der Pause schon 0:3. Auch in diesem Match zeichnete sich ein Spieler mit drei Toren aus: Bastien Toma, der blutjunge und talentierte Aufbauer in der Mannschaft von Trainer Stéphane Henchoz.

(sda)


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