Verunreinigtes Trinkwasser machte Pfaffnauer krank


News Redaktion
Regional / 28.07.21 11:44

Die Häufung von Magen- und Darmerkrankungen in Pfaffnau LU ist auf das verschmutzte Trinkwasser zurückzuführen. Dies haben Abklärungen der kantonalen Lebensmittelkontrolle ergeben. Wieso es auch am Sempachersee LU zu mehreren Krankheitsfällen gekommen ist, konnte dagegen nicht herausgefunden werden.

In Pfaffnau LU darf nur abgekochtes Hahnenwasser getrunken werden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
In Pfaffnau LU darf nur abgekochtes Hahnenwasser getrunken werden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Seit zwei Wochen hat im Raum Pfaffnau das Wasser, das aus den Hahnen sprudelt, nicht Trinkwasserqualität. Die Gemeinde führt die Verunreinigung auf die aussergewöhnlich starken Niederschläge zurück und ruft die Bevölkerung auf, das Trinkwasser abzukochen.

Rund zehn Personen aus der Gegend von Pfaffnau suchten letzte Woche wegen Übelkeit den Arzt auf. Auch im Raum Sempachersee kam es zu einer Häufung von Magen- und Darmerkrankungen in demselben Ausmass.

Die Staatskanzlei teilte am Mittwoch mit, es sei bei den rund 20 Krankheitsfällen von einer mikrobiellen Infektion auszugehen. Die Infizierten seien sieben bis zehn Tage krank gewesen, die meisten hätten aber nicht medizinisch behandelt werden müssen.

In Pffaffnau bestätigten die Abklärungen der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz des Kantons Luzern den Verdacht, dass die Erkrankungen vorwiegend durch das verunreinigte Trinkwasser verursacht worden sei.

Das Trinkwasser im Raum Sempachersee zeige dagegen keine Auffälligkeiten, teilte die Staatskanzlei mit. Es gebe somit keine Hinweise, dass das Trinkwasser die Ursache der Erkrankungen sei. Die genauen Ursachen hätten bislang nicht abschliessend geklärt werden können.

(sda)


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