Verwaltungsgericht: Zürcher Schulleiter zu Recht fristlos entlassen


News Redaktion
Schweiz / 04.08.21 11:12

Ein Schulleiter an einer Zürcher Primarschule ist zu Recht fristlos entlassen worden. Zu diesem Schluss ist das Verwaltungsgericht gekommen. Er hatte gewisse Arbeiten für die Schule auf Mandatsbasis abgerechnet - zu drei Mal höherem Stundenlohn.

Ein Schulleiter rechnete gewisse Arbeiten auf Mandatsbasis über eine Drittfirma ab. Dabei liess er sich auch noch einen drei Mal höheren Stundenlohn auszahlen als bei seiner
Ein Schulleiter rechnete gewisse Arbeiten auf Mandatsbasis über eine Drittfirma ab. Dabei liess er sich auch noch einen drei Mal höheren Stundenlohn auszahlen als bei seiner "normalen" Anstellung. Gemäss Verwaltungsgericht wurde er zu Recht fristlos entlassen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Der Schulleiter arbeitete schon vor seiner Anstellung als Schulleiter gelegentlich für diese Primarschule. Diese Einsätze wickelte er auf Mandatsbasis über eine Drittfirma ab.

Dieses Konstrukt führte er auch nach seiner Festanstellung weiter: Er rechnete einzelne Arbeiten für die Schule als Mandat ab, wobei er sich über die Drittfirma einen rund drei Mal höheren Stundenlohn auszahlen liess als bei der normalen Anstellung.

Dabei stellte er auch noch mehr Stunden in Rechnung, als er überhaupt leisten konnte. Nachdem sich das Volksschulamt für die seltsame Abrechnungsstrategie interessierte, wurde der Schulleiter fristlos entlassen.

Gemäss einem Urteil des Verwaltungsgerichtes hat sich der Schulleiter auf Kosten der Schule bereichert. Die fristlose Entlassung sei rechtens gewesen, heisst es im Urteil.

Der entlassene Schulleiter, der nur wenige Monate an der Primarschule tätig war, hatte wegen ungerechtfertigter Kündigung sechs Monatslöhne gefordert. Nun muss er stattdessen rund 3000 Franken Gerichtsgebühren zahlen.

In seinem Urteil kritisiert das Verwaltungsgericht aber auch die Primarschule. Es sei nicht klar, weshalb gewisse Leistungen des Schulleiters auf Mandatsbasis abgerechnet werden sollten. Das Vorgehen der ehemaligen Schulpflege sei kritisch zu betrachten.

In welcher Gemeinde der Schulleiter tätig war, geht aus dem Urteil nicht hervor. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Der Schulleiter kann ihn noch ans Bundesgericht weiterziehen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

London will Weihnachten retten: Visa für Tausende Lkw-Fahrer
Wirtschaft

London will Weihnachten retten: Visa für Tausende Lkw-Fahrer

Mit Tausenden Arbeitsvisa für ausländische Lastwagenfahrer will die britische Regierung doch noch das Weihnachtsfest retten. Wie das Verkehrsministerium in London in der Nacht zum Sonntag ankündigte, sollen von Oktober an und bis Heiligabend insgesamt 10 500 Spezialisten ins Land geholt werden.

Stimmiger Gedenkanlass zum 20. Jahrestag des Zuger Attentats
Regional

Stimmiger Gedenkanlass zum 20. Jahrestag des Zuger Attentats

Zum 20. Jahrestag des Zuger Attentats hat am Montagabend in Zug ein Gedenkanlass stattgefunden. Die besinnlichen Momente wurden musikalisch umrahmt von der Zuger Sinfonietta und dem Chor Audite Nova Zug. Sein Mitgefühl sprach auch Bundespräsident Guy Parmelin aus.

Drei Autofahrer tappen in Altdorf in die Radarfalle
Regional

Drei Autofahrer tappen in Altdorf in die Radarfalle

Drei Autofahrer sind am Samstagabend auf der Industriestrasse in Altdorf in die Radarfalle getappt. Alle drei waren auf der Ausserortsstrecke mehr als 20 km/h zu schnell unterwegs.

Eine Woche Vulkanausbruch - Grosse Schäden und kein Ende in Sicht
International

Eine Woche Vulkanausbruch - Grosse Schäden und kein Ende in Sicht

Seit einer Woche spuckt der Vulkan auf der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma Asche, Rauch, Gesteinsbrocken und Lava aus - die Schäden sind immens, und ein Ende können die Vulkanologen nicht vorhersagen.