Just Eat schlägt Prosus-Offerte aus - Takeaway.com weiter bevorzugt


SDA
/ 10.12.19 10:52

Der Vorstand des britischen Essenslieferdienstes Just Eat schlägt das erhöhte Übernahmeangebot der Naspers-Tochter Prosus aus. Die von 710 Pence auf 740 Pence pro Aktie erhöhte Offerte sei immer noch deutlich zu niedrig, teilte das Unternehmen am Dienstag in London mit.

Der Vorstand bleibt damit bei seiner ursprünglichen Empfehlung für das konkurrierende Angebot der Lieferando-Mutter Takeaway.com. Das in den Niederlanden angesiedelte Unternehmen bietet den Just-Eat-Aktionären eine Fusion via Aktientausch an - mit der Aussicht, mehr als 52 Prozent am neuen Unternehmen zu erwerben.

Neben der Erhöhung des Angebots hatte Prosus auch die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent auf 50 Prozent plus eine Aktie gesenkt. Die Angebotsfrist wurde im selben Schritt bis zum 27. Dezember verlängert. Takeaway.com hält die eigene Offerte weiterhin für überlegen.

Bereits im August hatten sich Just Eat und Takeaway auf eine Fusion geeinigt. Takeaway will mindestens 75 Prozent der Aktien angedient bekommen und bietet je Just-Eat-Aktie 0,09744 eigene Papiere an. Das entspricht bei einem Takeaway-Kurs von derzeit etwa 84,65 Euro in Amsterdam rund 5,64 Milliarden Euro - umgerechnet in Pfund aber nur rund 4,74 Milliarden Pfund. Das liegt deutlich unter dem Prosus Angebot, dass Just Eat mit 5,1 Milliarden Pfund bewertet. Takeaway-Chef Jitse Groen hatte jedoch schon im November Forderungen nach einer Aufstockung zurückgewiesen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Stimmung der Einkaufsmanager erholt sich nur allmählich
Wirtschaft

Stimmung der Einkaufsmanager erholt sich nur allmählich

Die Einkaufsmanager in der Schweiz blicken nach dem Ende der Corona-Schliessungen insgesamt wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Die Erholung geht im Dienstleistungssektor aber deutlich schneller voran als in der Industrie.

Deutsches Parlament stimmt über Kohleausstieg ab
Wirtschaft

Deutsches Parlament stimmt über Kohleausstieg ab

Das deutsche Parlament wird am Freitag zentrale Gesetze zum geplanten Kohleausstieg beschliessen. Am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause sollen Bundestag und Bundesrat (Länderkammer) damit den Weg für das Ende der klimaschädlichen Kohleverstromung bis spätestens 2038 freimachen.

Im Kanton Luzern sind die Lohntüten unterdurchschnittlich gefüllt
Regional

Im Kanton Luzern sind die Lohntüten unterdurchschnittlich gefüllt

Die Löhne im Kanton Luzern sind tiefer als im Schweizer und im Zentralschweizer Mittel. Der monatliche Luzerner Bruttomediallohn der Privatunternehmen im Industrie- und Dienstleistungssektor lag 2018 bei 6100 Franken pro Monat. Das Mittel betrug 6200 Franken, wie Lustat Statistik Luzern am Mittwoch mitteilte.

Nach jahrelangem Rechtsstreit: Patente auf Schimpansen ungültig
International

Nach jahrelangem Rechtsstreit: Patente auf Schimpansen ungültig

Nach jahrelangem Rechtsstreit sind zwei Patente auf gentechnisch veränderte Menschenaffen zurückgenommen worden. Ein Bündnis von Tier- und Umweltschutzorganisationen hatte jahrelang dagegen gekämpft. Auch die Affenforscherin Jane Goodall hatte sich engagiert.