Coronawelle in Obwaldner Pflegeheim und Kloster


Roman Spirig
Regional / 23.11.20 13:45

Im Kanton Obwalden sind von Freitag bis Montagmorgen 71 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Total sind es dort somit seit Beginn der Pandemie 881 Fälle. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich über das Wochenende um 2 auf 15.

Im Kanton Obwalden sind über das Wochenende zahlreiche neue Coronafälle registriert worden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Im Kanton Obwalden sind über das Wochenende zahlreiche neue Coronafälle registriert worden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

In Obwalden befanden sich am Montagmorgen 176 positiv getestete Personen in Isolation, 3 weniger als am Freitag. Die Zahl der Personen in Quarantäne sank um 51 auf 223. Weiterhin waren 9 Coronapatienten im Spital.

Besonders getroffen hatte es im Kanton Obwalden das Pflegeheim im Schärme in Sarnen, wo über 60 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet wurden, wie der Blick am Montag berichtete. Am Montagmorgen waren noch 33 Heimbewohner und 27 Mitarbeiter in Isolation, wie die Institution auf ihrer Homepage schrieb.

Im Kanton Obwalden ist ferner das Benediktinerkloster in Engelberg von der Coronapandemie betroffen. Zu zwei bereits bekannten positiven Coronafällen kamen vier weitere Fälle dazu. Darunter befinden sich der Rektor der Stiftsschule sowie der Pfarrer von Engelberg. Sie alle befinden sich in Isolation.

Alle am Coronavirus Erkrankten gehe es den Umständen entsprechend gut, schreibt das Kloster am Montag auf seiner Internetseite. Sie würden zum Teil trotz positivem Test keinerlei Symptome aufweisen.

Der Schulbetrieb der Stiftsschule sowie der Partnerschulen finde unter Einhaltung der strengen Schutzmassnahmen weiterhin statt, heisst es weiter. Die Gottesdienste in der Klosterkirche könnten via Livestream oder Lokal-TV verfolgt werden.

Im Kanton Luzern nahm die Zahl der hospitalisierten Coronainfizierten seit Freitag von 95 auf 107 zu. 12 von diesen müssten künstlich beatmet werden, teilte der Kanton Luzern mit. In Isolation befänden sich 1634 positiv getestete Personen, 1527 seien in Quarantäne.

Die Pandemie trifft aber auch die Wirtschaft. Die Schwyzer Wirtschaft dürfte in eine tiefe Rezession schlittern, wie die Kantonalbank am Montag mitteilte. Das Bankinstitut geht in seiner Prognose davon aus, dass die Wirtschaftsleistung des Kantons durch die Coronakrise um 3,5 Prozent sinken dürfte.

Der Schwyzer Regierungsrat gab am Montag bekannt, dass gesunde, aber von der Coronakrise besonders betroffene Unternehmen mit 13,2 Millionen Franken unterstützt werden sollen. 4,5 Millionen Franken soll der Kanton an die Härtefallhilfe beitragen, den Rest der Bund.

Der Schwyzer Regierungsrat will den Unternehmen die Hilfe in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen zukommen lassen, und nicht in Form von Darlehen. Darlehen würden diese in der Existenz bedrohten Unternehmen nur noch zusätzlich belasten, teilte er mit.

Nicht jedes Unternehmen soll aber Hilfe vom Staat erhalten. Mit den Härtefallmassnahmen würden nur Betriebe unterstützt, die wegen der Coronapandemie kurzfristig in die Krise geraten seien, und die sonst mittelfristig gute Überlebenschancen gehabt hätten, teilte der Schwyzer Regierungsrat mit.

Zu dieser Strategie rät auch die Hochschule Luzern in einer Studie zur Gastronomiebranche: Unternehmen, die auch ohne Corona in die Krise gekommen wären, sollten nicht vom Staat unterstützt werden.

(sda)


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