Vinicius wirft Liga nach rassistischen Vorfällen Untätigkeit vor


News Redaktion
Sport / 22.05.23 10:22

Beim Auswärtsspiel in Valencia kommt es erneut zu rassistischen Beleidigungen gegen Vinicius Junior. Der Stürmer von Real Madrid wendet sich danach öffentlich an die Liga-Verantwortlichen in Spanien.

Vinicius Junior reagiert in Valencia auf rassistische Sprüche aus dem Publikum (FOTO: KEYSTONE/AP/Alberto Saiz)
Vinicius Junior reagiert in Valencia auf rassistische Sprüche aus dem Publikum (FOTO: KEYSTONE/AP/Alberto Saiz)

"Es war weder das erste noch das zweite noch das dritte Mal. Rassismus ist in La Liga normal", schrieb Vinicius Junior in den sozialen Netzwerken. "Die Konkurrenz hält es für normal, der Verband auch und die Gegner ermutigen es. Es tut mir leid. Die Meisterschaft, die einst Ronaldinho, Ronaldo, Cristiano und Messi gehörte, gehört heute den Rassisten. Eine wunderschöne Nation, die mich willkommen geheissen hat und die ich liebe, die sich aber bereit erklärt hat, das Bild eines rassistischen Landes in die Welt zu exportieren."

Der Stadionsprecher hatte die Fans nach den Vorfällen aufgefordert, Respekt zu zeigen und rassistische Äusserungen zu unterlassen. Kurz vor Schluss sah der Brasilianer nach einer Rudelbildung auch noch die Rote Karte.

Liga-Präsident Javier Tebas forderte an Vinicius gerichtet auf Twitter: "Bevor Sie 'La Liga' kritisieren und verleumden, müssen Sie sich richtig informieren. Lassen Sie sich nicht manipulieren und stellen Sie sicher, dass Sie die Kompetenzen des anderen und die Arbeit, die wir gemeinsam geleistet haben, verstehen." Tebas kritisierte zudem, dass der 22-jährige Stürmer zu keinem der vereinbarten Termine erschienen sei. Die Liga kündigte an, den Vorfall untersuchen zu wollen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Raiffeisen fasst Grundversorgung des Zahlungsverkehrs ins Auge
Wirtschaft

Raiffeisen fasst Grundversorgung des Zahlungsverkehrs ins Auge

Der von der Post erbrachte Grundversorgungsauftrag beim Zahlungsverkehr sollte laut Raiffeisen-Chef Heinz Huber öffentlich ausgeschrieben werden. Raiffeisen hätte Interesse, sich darum zu bewerben.

81-jähriger Velofahrer in Hörhausen TG lebensbedrohlich verletzt
Schweiz

81-jähriger Velofahrer in Hörhausen TG lebensbedrohlich verletzt

Bei einem Zusammenstoss mit einem Auto in Hörhausen TG hat sich ein 81-jähriger Velofahrer am Donnerstag lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Durchgangsbahnhof Luzern soll 3,3 Milliarden Franken kosten
Regional

Durchgangsbahnhof Luzern soll 3,3 Milliarden Franken kosten

Die SBB hat das Vorprojekt für den Durchgangsbahnhof Luzern abgeschlossen. Die Kosten für den unterirdischen Bahnhof und seine beiden Zufahrten werden auf 3,3 Milliarden Franken geschätzt. Anders als bisher angenommen, muss beim Bau das Seebecken nicht abschnittweise trocken gelegt werden.

Bundesrat erleichtert das Abschiessen von Wölfen
Schweiz

Bundesrat erleichtert das Abschiessen von Wölfen

Der Bundesrat erleichtert das Abschiessen von Wölfen in der Schweiz ab dem 1. Juli. Künftig muss ein Wolf weniger Schäden angerichtet haben, damit er zum Abschuss freigegeben wird.