Bund ruft Flugpassagiere aus Südafrika zu Corona-Test auf


News Redaktion
Schweiz / 27.11.21 13:24

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat wegen der neuen besorgniserregenden Virusvariante in Zürich ankommende Flugpassagiere aus Südafrika zu Tests aufgefordert. Die Leute sollten sich demnach umgehend auf das Coronavirus testen zu lassen.

Reisende am Flughafen Zürich. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)
Reisende am Flughafen Zürich. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Sämtliche Passagiere eines Swiss-Flugs vom Samstag aus Johannesburg in Südafrika nach Zürich würden per SMS vom BAG informiert und aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben und sich testen zu lassen, teilte die Behörde der Nachrichtenagentur Keystone SDA auf Anfrage mit.

Die Passagierdaten des Flugs würden gleichzeitig den Kantonen übermittelt, damit diese die Kontrolle der Quarantäne und der Testungen übernehmen könnten, erklärte das BAG. Alle positiven PCR-Tests würden zudem genauer auf die Virusvarianten untersucht respektive sequenziert, hiess es weiter.

Am Schweizer Landesflughafen Zürich waren am Samstag keine speziellen Kontrollen durchgeführt worden. Die Einreisenden seien zunächst auch nicht von Behörden kontaktiert worden, berichteten am Samstag mehrere Medien unter Berufung auf ankommende Passagiere. Diese sprachen teils zudem von unklaren Anweisungen.

Der Bund hatte am Freitag einen allgemeinen Aufruf gemacht, dass Einreisende aus Ländern mit der besorgniserregenden neuen Coronavirus-Variante nicht mit dem öffentlichen Verkehr vom Flughafen nach Hause fahren sollen.

Laut BAG müssen Einreisende aus Südafrika und anderen Ländern seit Freitag einen negativen Covid-19-Test vorlegen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben - auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Dasselbe gilt für alle Reisenden aus Belgien.

Grundsätzlich gilt ein Einreisestopp für Reisende aus Botsuana, Eswatini, Hongkong, Israel, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. Davon ausgenommen sind allerdings Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz verfügen.

Ausser dem Swiss-Flug, der am Samstag in Zürich landete, werden laut BAG nur noch bewilligte Repatriierungsflüge aus der Region südliches Afrika in der Schweiz landen können.

Die neue Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) wurde bislang in der Schweiz nicht nachgewiesen, wie das BAG am Samstag schrieb. In Belgien wurde erstmals ein Fall in Europa nachgewiesen. In Deutschland ist die Virusvariante laut Behörden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wohl ebenfalls angekommen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als besorgniserregend eingestuft. Die Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Ausserdem besteht bei besorgniserregenden Varianten die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Massnahmen weniger wirksam sind.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Tödliche Schüsse in Los Angeles - Prozess in Deutschland
International

Tödliche Schüsse in Los Angeles - Prozess in Deutschland

Ein 25 Jahre alter Mann muss sich in Deutschland Gericht verantworten, weil er in Los Angeles im Oktober 2018 einen Mann erschossen haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor.

Ein Jahr Biden: Enttäuschte Hoffnungen und Sorge um die Demokratie
International

Ein Jahr Biden: Enttäuschte Hoffnungen und Sorge um die Demokratie

Unter Donald Trumps Gegnern herrschte nach der Wahl in den USA fast grenzenlose Begeisterung: "Unser langer nationaler Alptraum ist vorüber", hiess es damals in einem Kommentar der "Washington Post" zum Sieg von Joe Biden.

Schwamendinger Schiessplatz Probstei soll zu Wohnraum werden
Schweiz

Schwamendinger Schiessplatz Probstei soll zu Wohnraum werden

SP und Grüne wollen den stillgelegten Schiessplatz Probstei in Zürich-Schwamendingen in gemeinnützigen Wohnraum umnutzen. Ihr Postulat ist am Mittwoch mit 80 zu 34 Stimmen überwiesen worden.

Rahmenabkommen mit EU im Fokus bei Cassis' Antrittsbesuch in Berlin
Schweiz

Rahmenabkommen mit EU im Fokus bei Cassis' Antrittsbesuch in Berlin

Bundespräsident Ignazio Cassis trifft an diesem Donnerstag in Berlin seinen deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier, Kanzler Olaf Scholz und Aussenministerin Annalena Baerbock. Beim Antrittsbesuch in Deutschland geht es gleichzeitig um das Verhältnis zur EU.