Vom Schnee verweht: Töfffahrer mussten Maschinen stehen lassen


Roman Spirig
Schweiz / 25.09.20 17:10

Der Wintereinbruch am Freitag hat in Graubünden in den höheren Lagen für prekäre Strassenverhältnisse gesorgt. Manche Motorradlenker wurden vom ersten Wintereinbruch nach dem Sommer völlig überrascht und mussten ihre Maschinen auf Passstrassen stehen lassen.

Vom Schnee verweht: Töfffahrer mussten Maschinen stehen lassen (Foto: KEYSTONE / ARNO BALZARINI)
Vom Schnee verweht: Töfffahrer mussten Maschinen stehen lassen (Foto: KEYSTONE / ARNO BALZARINI)

Aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde der Flüelapass zwischen Davos und dem Unterengadin. Wer über die Pässe Julier, Albula, Bernina, Ofen, Splügen oder die Forcola di Livignio fahren wollte, der musste die Schneeketten am Fahrzeug montieren. Ausgenommen vom Obligatorium waren wie üblich Fahrzeuge mit Vierrad-Antrieb, wie der Strassenkarte des Tiefbauamtes am Freitag zu entnehmen war.

Schneeketten mussten Fahrzeughalter auch mit dabei haben, die von Chur nach Lenzerheide unterwegs waren oder über den Wolfgangpass nach Davos fahren wollten.

Wie zahlreiche Strassen in höheren Lagen war auch die Nord-Süd-Verbindung via San-Bernardino-Tunnel schneebedeckt. Dort wurde am späteren Freitagvormittag der Schwerverkehr angehalten. Nicht einmal Postautos durften fahren, weil zu viel Schnee auf der Fahrbahn lag.

Nachdem sich die Lage am Nachmittag entspannt hatte, bestand auf der San-Bernardino-Strecke noch ein Fahrverbot für Lastwagen mit Anhängern.

Das Kettenobligatorium sei vor allem erlassen worden, weil viele Verkehrsteilnehmer noch nicht mit der nötigen Winterausrüstung unterwegs gewesen seien, sagte Markus Walser von der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Einige Töfffahrer hätten ihre Maschinen auf Passstrassen stehen lassen müssen, weil sie nicht mehr hätten weiter fahren können.

Laut Walser gab es Zusammenstösse auf den Strassen. Die meisten Unfälle seien glimpflich abgelaufen. Es sei lediglich zu Blechschaden gekommen.

Die Wartezeit am Vereina-Autoverlad im Engadin in Richtung Norden nach Klosters im Prättigau betrug am Freitag die meiste Zeit über drei Stunden. Auf der Nordseite schwankte sie zwischen einer halben und einer Stunde.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

USA wollen Sudan nach Millionenzahlung von Terror-Liste streichen
International

USA wollen Sudan nach Millionenzahlung von Terror-Liste streichen

Rund eineinhalb Jahre nach dem Sturz des autokratischen Langzeitpräsidenten Omar Al-Baschir steht der Sudan in seinen Bemühungen um bessere Beziehungen mit der internationalen Gemeinschaft vor einem Durchbruch.

8737 neue Coronavirus-Ansteckungen von Freitag bis Sonntag gemeldet
Schweiz

8737 neue Coronavirus-Ansteckungen von Freitag bis Sonntag gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) für Freitag bis Sonntag 8737 Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Montag in dieser Zeit 14 Todesfälle und 171 Spital-Einweisungen.

Luzerner Taxifahrer eines weiteren Sexualdelikts schuldig
Regional

Luzerner Taxifahrer eines weiteren Sexualdelikts schuldig

Ein bereits wegen Sexualdelikten verurteilter Luzerner Taxichauffeur hat sich in einem weiteren Fall an einer Kundin vergriffen. Zu diesem Schluss kam das Kriminalgericht. Es sprach deswegen den 47-jährigen Pakistani der sexuellen Nötigung schuldig.

Luzerner Regierungsrat will vorgedruckte Wahllisten beibehalten
Regional

Luzerner Regierungsrat will vorgedruckte Wahllisten beibehalten

Im Kanton Luzern soll es bei Majorzwahlen weiterhin vorgedruckte Wahllisten geben. Der Regierungsrat spricht sich gegen eine Abschaffung der Kandidatenlisten aus, dies zum Schutz von Themen- und Befindlichkeitsbewegungen ohne Parteien im Rücken.