Vor Gericht: Shakira will keine Steuern hinterzogen haben


Roman Spirig
International / 06.06.19 16:15

Pop-Sängerin Shakira hat vor einer Richterin in Spanien den Vorwurf des Steuerbetrugs in Höhe von 14,5 Millionen Euro zurückgewiesen. Die Kolumbianerin habe ihre steuerlichen Verpflichtungen in Spanien und auch in anderen Ländern stets eingehalten.

Vor Gericht: Shakira will keine Steuern hinterzogen haben (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)
Vor Gericht: Shakira will keine Steuern hinterzogen haben (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)

Das habe sie am Donnerstag bei einem Gerichtstermin an ihrem Wohnort Esplugues de Llobregat bei Barcelona auch unterstrichen, teilte die Management-Firma von Shakira mit.

Im Dezember hatte die Staatsanwaltschaft von Barcelona Klage gegen Shakira eingereicht. Der 42-Jährigen ("Waka Waka", "Hips don't lie") wird vorgeworfen, zwischen 2012 und 2014 rund 14,5 Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Insgesamt werden der Künstlerin nach Justizangaben sechs Delikte zur Last gelegt.

Bei ihrer 75-minütigen Anhörung habe Shakira - Lebenspartnerin des spanischen Fussballstars Gerard Piqué - betont, dass sie in den Jahren 2012 bis 2014 ihren steuerlichen Wohnsitz nicht in Spanien gehabt habe. Sie habe von ihrem Recht Gebrauch gemacht, nur auf Fragen ihres Anwalts zu antworten und keine Fragen der Staatsanwältin zuzulassen, hielt das Management der Sängerin fest.

Die Nachrichtenagentur Europa Press und andere Medien zitierten Angehörige der Musikerin, die versicherten, Shakira habe ihre Steuerschulden bereits vor einigen Monaten beglichen.

Shakira ist seit acht Jahren mit Piqué zusammen und hat zwei Kinder mit dem Profi des FC Barcelona. Nach eigenen Angaben wohnt sie aber erst seit 2015 offiziell in Spanien. Davor hatte sie als Wohnsitz den Atlantik-Inselstaat Bahamas angegeben.

Nach Überzeugung der spanischen Behörden hatte die Kolumbianerin aus Barranquilla aber schon seit 2011 mehr als sechs Monate pro Jahr in der Region Katalonien im Nordosten des Landes - der Heimat Piqués - verbracht. Daher sei sie auch in der Zeit zwischen 2011 und 2014 "in Spanien mit ihrem gesamten Welteinkommen steuerpflichtig" gewesen, so die zuständige Staatsanwältin.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Neue Strategie für die Waldbiodiversität in Graubünden
Schweiz

Neue Strategie für die Waldbiodiversität in Graubünden

Zur Förderung der Vielfalt im Wald haben die Bündner Behörden eine neue Strategie ausgearbeitet. "Waldbiodiversität Graubünden 2035" heisst sie. Der Bund unterstützt die Bemühungen mit 12,7 Millionen Franken.

Olma erhält Kapitalspritze aus Ausserrhoden
Schweiz

Olma erhält Kapitalspritze aus Ausserrhoden

Appenzell Ausserrhoden hilft den krisengeschüttelten Olma Messen St. Gallen mit einer Kapitalspritze. Der Kanton erhöht seine Anteile an der Olma-Genossenschaft um 42'000 Franken.

Grundeigentümer präsentieren Wünsche der Bevölkerung für LG-Areal
Regional

Grundeigentümer präsentieren Wünsche der Bevölkerung für LG-Areal

Vielseitig, durchmischt, bezahlbar, innovativ und flexibel: So soll das Landis&Gyr-Areal in Zug künftig sein, wenn es nach den Vorstellungen der Zugerinnen und Zuger ginge. 

36-Jähriger erleidet bei Holzerunfall in Gais AR Beinverletzungen
Schweiz

36-Jähriger erleidet bei Holzerunfall in Gais AR Beinverletzungen

In Gais AR ist am Samstagnachmittag ein 36-jähriger Mann bei Holzarbeiten im Wald verunfallt. Er erlitt unbestimmte Beinverletzungen.