Vorletzte Etappe der Krienbach-Sanierung in Luzern beginnt


Roman Spirig
Regional / 09.08.19 10:44

Der Gemeindeverband Real nimmt die zweitletzte Sanierungsetappe des Krienbachkanals in der Stadt Luzern in Angriff. Ab dem 26. August wird während neun Monaten der Abschnitt auf der Obergrundstrasse zwischen Paulus- und Pilatusplatz erneuert.

Vorletzte Etappe der Krienbach-Sanierung in Luzern beginnt (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Vorletzte Etappe der Krienbach-Sanierung in Luzern beginnt (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Krienbachkanal wurde vor rund 140 Jahren überdeckt. Seit den 80er Jahren führt er kein Bachwasser mehr, sondern dient nur noch als Abwasserkanal. Da die Kanaldecke teilweise instabil ist, wird der Kanal seit mehreren Jahren erneuert.

Bereits geschehen ist das zwischen der Autobahnausfahrt Kriens Grosshof und dem Paulusplatz sowie in der Burgerstrasse. Nun folgen die Abschnitte zwischen Paulus- und Pilatusplatz, wo der fast fünf Meter breite Kanal mitten in der Obergrundstrasse verläuft, wie der Gemeindeverband Real am Freitag mitteilte. Er ist als Besitzer des Kanals für die Sanierung zuständig.

Zum Einsatz kommt die Methode des Kurzrohr-Relining. Dazu sind vier Inselbaustellen als Einstiege in den Krienbachkanal geplant. Von dort werden vorgefertigte Rohre aus Glasfaserkunststoff im Kanal an ihren Platz transportiert und später mit Zement umhüllt.

Gravierende Staus seien auf dem vielbefahrenen Strassenabschnitt nicht zu erwarten, schreibt Real. Dafür sorgen verschiedene Massnahmen. So werden etwa die Bushaltestelle Pilatusplatz in Fahrrichtung Kriens verschoben und beide Moosegg-Haltestellen aufgehoben.

Die Gesamtkosten für die Sanierung dieser Etappe belaufen sich auf 6,65 Millionen Franken, wie es bei Real auf Anfrage hiess. Die Sanierungsarbeiten dauern bis Ende Mai 2020. Sie hätten ursprünglich im Rahmen des Gesamtverkehrsprojekts Pilatusplatz ausgeführt werden sollen, weil sich dessen Realisierung in die Länge zieht, zieht Real die Arbeiten nun aber vor. Die letzte Sanierungsetappe in der Kleinstadt solle dann wieder mit der Stadt koordiniert werden.

(sda)


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