Wahl in die neue Obwaldner Einbürgerungskommission sorgt für Wirbel


Roman Spirig
Regional / 29.07.19 11:09

Die Bestückung der neu geschaffenen Obwaldner Einbürgerungskommission hat im Vorfeld für Unsicherheiten gesorgt. Weil eine Kandidatin vor der Wahl eine Stelle an einer Schule antrat, musste sie ihre Ansprüche begraben. Die SP forderte, diesen Mangel zu beheben.

Wahl in die neue Obwaldner Einbürgerungskommission sorgt für Wirbel
Wahl in die neue Obwaldner Einbürgerungskommission sorgt für Wirbel

Clara von Wyl aus Sarnen war ursprünglich für die SP als Mitglied der elfköpfigen kantonalen Einbürgerungskommission vorgeschlagen worden. Nicht wählbar sind laut den Bestimmungen Personen, die Mitglied einer eidgenössischen, kantonalen oder kommunalen Behörde sind, oder in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis stehen.

Weil von Wyl zwischen ihrem Vorschlag und der Wahl eine Stelle beim Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Obwalden annahm und damit Kantonsangestellte wird, musste ihre Kandidatur kurzfristig ersetzt werden. An ihrer Stelle wählte der Kantonsrat am Freitag Charly Pichler.

Die SP kritisierte, dass die Wahlkriterien für die Kommission strenger seien als für den Kantonsrat. Man habe diesen Umstand beim Ausformulieren der Bestimmungen zu wenig beachtet. Diesen Mangel gelte es zu beheben, sagte Ruth Koch-Niederberger (SP). Sie werde das Anliegen in die Rechtspflegekommission einbringen.

Für die erstmals bestellte Kommission waren 18 Bewerbungen eingegangen. Sie wird nach den Fraktionsstärken im Kantonsrat besetzt. Gewählt wurden Angela Dell'Amore Müller, Roland Amrein, Monika Brunner (alle CVP), Marco Flück, Susann Schmid, Gerold Hurschler (alle SVP), Paul Federer, Katja Schünemann-Di Gregorio (beide FDP), Charly Pichler, Esther Käch Studhalter (beide SP) und Heidi Brücker-Steiner (CSP).

Zum Präsidenten für die Amtsdauer von 2018 bis 2022 wählte das Parlament im ersten Wahlgang mit 30 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 28 die Rechtsanwältin und Notarin Monika Brunner (CVP) aus Alpnach.

(sda)


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