Wales gefällt die Rolle des Aussenseiters


News Redaktion
Sport / 12.06.21 05:03

Wales startet als Aussenseiter der Gruppe A in die Partie am Samstag in Baku gegen die Schweiz. Die Rolle behagt den Briten. 2016 stiessen sie als Underdog in die Halbfinals vor.

Captain Gareth Bale und die Waliser wollen wie 2016 als Aussenseiter überraschen (FOTO: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Captain Gareth Bale und die Waliser wollen wie 2016 als Aussenseiter überraschen (FOTO: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Gut 24 Stunden vor dem Duell mit der Schweiz gaben sich die walisischen Protagonisten entspannt. Trainer Robert Page schwärmte von der Atmosphäre im Hotel, das im Gegensatz zu demjenigen der Schweizer mitten im Zentrum Bakus liegt. Dem emsigen Treiben in der Innenstadt bleiben die Waliser aufgrund des strikten Bubble-Systems zwar fern, die Stimmung innerhalb des Teams sei aber dennoch ausgezeichnet. Die Jungs vergnügen sich in ihrer Freizeit am Pool, mit der Playstation, mit Tischtennis oder Karten spielen, sagte Page.

Zur guten Stimmung trägt auch die Personalsituation bei, zum Turnierauftakt gegen die Schweiz wird auch Aaron Ramsey an Bord sein. Der Mittelfeldspieler von Juventus Turin und ehemalige Teamkollege von Granit Xhaka bei Arsenal, der zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, war nach dem letzten Test gegen Albanien (0:0) angeschlagen und verzichtete am Donnerstag auf die Trainingseinheit. Aaron ist bereit, alle 26 Spieler sind fit, sagte Page.

Ramsey gehört wie Bale zu den Routiniers der Mannschaft, die eine gute Mischung aus jung und alt aufweist. Dass Wales erneut als Aussenseiter antreten kann, kommt dem Captain gelegen, lässt ihn aber ebenso kalt wie die gestiegenen Erwartungen in der Heimat nach dem Coup von 2016. Entscheidend ist, was wir auf dem Platz zeigen, sagte Bale. Wir haben nun ein anderes Team, es ist ein anderes Turnier.

Nur die Einstellung sei dieselbe wie vor fünf Jahren: Wir nehmen Spiel für Spiel, so Bale, der von einer kniffligen Ausgangslage sprach. Es sei eine sehr, sehr schwierige Gruppe, in der es keinen klaren Favoriten gebe. Wir kennen die Qualitäten von Italien, einer der grossen Nationen der Geschichte. Die Schweiz ist ein Team aus den Top Ten und die Türkei hat im letzten Jahr bewiesen, dass sie immer wieder Grosse schlagen kann. Für Wales bleibt daher nur die Rolle des Aussenseiters - oder des Spielverderbers.

Schweiz - Wales

Samstag, 15.00 Uhr. - Olympiastadion, Baku. - SR Turpin (FRA).

Schweiz: 1 Sommer; 4 Elvedi, 22 Schär, 5 Akanji; 3 Widmer, 8 Freuler, 10 Xhaka, 13 Rodriguez; 23 Shaqiri; 7 Embolo, 9 Seferovic.

Wales: 12 Ward; 22 Mepham, 6 Rodon, 4 Ben Davies; 3 Neco Williams, 7 Allen, 10 Ramsey, 14 Connor Roberts, 8 Wilson; 20 James, 11 Bale.

Bemerkungen: Beide Teams komplett.

(sda)


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