Warnstreik am Flughafen Berlin-Brandenburg hat begonnen


News Redaktion
Wirtschaft / 25.01.23 05:19

Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) hat einer der folgenreichsten Warnstreiks der vergangenen Jahre begonnen. Das bestätigte ein Verdi-Sprecher Mittwoch früh.

Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) hat einer der folgenreichsten Warnstreiks der vergangenen Jahre begonnen. Das bestätigte ein Verdi-Sprecher Mittwoch früh. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/PATRICK PLEUL)
Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) hat einer der folgenreichsten Warnstreiks der vergangenen Jahre begonnen. Das bestätigte ein Verdi-Sprecher Mittwoch früh. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/PATRICK PLEUL)

Die Gewerkschaft rief die 6'000 Beschäftigten der Flughafengesellschaft, der Bodenverkehrsdienste und der Luftsicherheit auf, bis 23.59 Uhr die Arbeit niederzulegen. Dadurch kann am Mittwoch kein Passagierverkehr am BER abgewickelt werden. Ursprünglich geplant waren 300 Starts und Landungen mit etwa 35'000 Passagieren.

Verdi fordert für die Beschäftigten der Flughafengesellschaft und der Bodenverkehrsdienste 500 Euro mehr Lohn pro Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite fordert in beiden Verhandlungen vor allem deutlich längere Vertragslaufzeiten.

Der bisher letzte grosse Warnstreik mit ähnlichen Folgen liegt bereits einige Jahre zurück: Im April 2018 mussten deutschlandweit Hunderte Flüge annulliert werden, weil die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes nicht vorankamen.

In acht deutschen Bundesländern legten bei einem Warnstreik Zehntausende Beschäftigte die Arbeit nieder. Neben Flughäfen waren vielerorts auch der städtische Nahverkehr, Kitas, Kliniken, Verwaltungen und Hallenbäder betroffen. Flughäfen waren damals involviert, weil auch nach Privatisierungen noch zahlreiche Kommunalbeschäftigte unter anderem beim Gepäck und bei Personenkontrollen arbeiteten.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dunkle Wolken am Finanzhimmel -
Schweiz

Dunkle Wolken am Finanzhimmel - "Lex Klimastreik" bald Makulatur

Im St. Galler Kantonsrat dürfte kommende Woche der Aufgaben- und Finanzplan 2024-2026 zu reden geben. Steigende Defizite drohen die komfortablen Reserven des Staats wegzufressen. Schlechte Karten hat daneben die "Lex Klimastreik", mit der die Absenzen-Regeln der Mittelschulen verschärft werden sollen.

Stadtzürcher Warenhaus Jelmoli geht in zwei Jahren zu
Wirtschaft

Stadtzürcher Warenhaus Jelmoli geht in zwei Jahren zu

Das Jelmoli-Haus an der Bahnhofstrasse in der Stadt Zürich wird Anfang 2025 geschlossen und während zweier Jahre umgebaut. Rund 850 Mitarbeitende im Warenhaus sind betroffen.

Syrien fordert internationale Staatengemeinschaft zur Hilfe auf
International

Syrien fordert internationale Staatengemeinschaft zur Hilfe auf

Nach der Erdbeben-Katastrophe hat die syrische Regierung die internationale Staatengemeinschaft zur Hilfe aufgerufen. Das Aussenministerium in Damaskus richtete seinen Appell an die UN-Mitgliedsstaaten und internationale Hilfsorganisationen, um die Bemühungen "zur Bewältigung dieser menschlichen Katastrophe" zu unterstützen, wie die Staatsagentur SANA am Montag berichtete.

Jil Teichmann wird der Favoritenrolle gerecht
Sport

Jil Teichmann wird der Favoritenrolle gerecht

Jil Teichmann gewinnt beim WTA-500-Turnier in Abu Dhabi gegen Dajana Jastremska aus der Ukraine 6:3, 7:6 (7:5).