Wegen Corona wird in Sursee dieses Jahr keine Gans geköpft


Roman Spirig
Regional / 16.09.20 18:00

Die Gansabhauet 2020 in Sursee fällt der Coronapandemie zum Opfer. Der Anlass, der traditionell am Martinstag, 11. November viel Volk in die Altstadt lockt, sei mit den Abstands- und Hygieneregeln nicht vereinbar.

Wegen Corona wird in Sursee dieses Jahr keine Gans geköpft (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Wegen Corona wird in Sursee dieses Jahr keine Gans geköpft (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Die Kommission Gansabhauet habe sich nach Rücksprache mit dem Stadtrat Sursee und der Zunft Heini von Uri Sursee für die Absage entschieden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Es sei noch offen, ob allenfalls ein coronakonformes Chäszännen oder ein Trost für die Schlägerinnen und Schläger angeboten werden könne.

Letztmals war die Gansabhauet 1956 aus Solidarität mit der ungarischen Bevölkerung im Aufstand gegen die sowjetischen Truppen abgesagt worden. Auch während des ersten Weltkriegs fand von 1914 bis 1918 keine Gansabhauet statt, ebenfalls in den letzten Kriegsjahren von 1942 bis 1945.

Im vergangenen Jahr hatte es eine Premiere gegeben bei der Gansabhauet, deren Ursprung möglicherweise auf die mittelalterlichen Zehntenabgaben zurückreichen: Mit Aline Theiler aus Pfeffikon LU war erstmals eine Frau erfolgreich gewesen.

Bei der Gansabhauet geht es darum, mit einem einzigen Säbelhieb den Hals einer leblosen, am Hinterkopf aufgehängten Gans zu durchtrennen. Dies ist nicht so einfach, denn die in einen roten Umhang gekleideten Wettstreiterinnen und Wettstreiter sehen hinter ihrer Sonnenmaske nichts. Zudem ist ihr Dragonersäbel stumpf.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Ermittlungen zu Sarkozys Wahlkampffinanzierung 2007 bestätigt
International

Ermittlungen zu Sarkozys Wahlkampffinanzierung 2007 bestätigt

Ein Pariser Berufungsgericht hat schon länger laufende Justiz-Ermittlungen um den Verdacht auf eine libysche Finanzierung des Präsidentenwahlkampfs von Nicolas Sarkozy bestätigt.

Trump sät weiter Zweifel an
International

Trump sät weiter Zweifel an "ehrlicher" Präsidentenwahl

Weniger als sechs Wochen vor der US-Präsidentenwahl am 3. November schürt Amtsinhaber Donald Trump weiter Zweifel an ihrem möglichen Ergebnis. "Wir müssen sicherstellen, dass die Wahl ehrlich ist. Aber ich weiss nicht, ob sie es sein kann", sagte Trump am Donnerstag mit Blick auf per Post abgeschickte Stimmzettel.

Die Meere schwitzen immer häufiger
Schweiz

Die Meere schwitzen immer häufiger

Hitzewellen suchen die Weltmeere immer häufiger heim, weil der Mensch den Klimawandel befeuert. Das berichten Forschende der Universität Bern im Fachmagazin "Science".

Trump will friedliche Machtübergabe nach Wahl nicht garantieren
International

Trump will friedliche Machtübergabe nach Wahl nicht garantieren

US-Präsident Donald Trump hat es abgelehnt, eine friedliche Übergabe der Macht nach der Wahl im November zu garantieren. "Wir müssen abwarten, was passiert", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Ein Reporter hatte ihn zuvor gefragt, ob er bei "Sieg, Niederlage oder Unentschieden" bei der Wahl "hier und heute" eine friedliche Übergabe zusichere. Der Republikaner Trump tritt bei der die Wahl am 3. November gegen seinen Herausforderer Joe Biden von den US-Demokraten an.