Weil Monfils verliert: Berrettini erbt Masters-Ticket


Roman Spirig
Sport / 01.11.19 20:47

Matteo Berrettini qualifiziert sich als erster Italiener seit 41 Jahren für die ATP Finals. Selber bereits ausgeschieden, profitierte der 23-Jährige beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy von der Viertelfinal-Niederlage des Franzosen Gaël Monfils.

Weil Monfils verliert: Berrettini erbt Masters-Ticket (Foto: KEYSTONE / AP / Kamil Zihnioglu)
Weil Monfils verliert: Berrettini erbt Masters-Ticket (Foto: KEYSTONE / AP / Kamil Zihnioglu)

Monfils hatte die Trümpfe im Kampf um den letzten der acht Startplätze beim Saisonfinale in London in der eigenen Hand. Nach Berrettinis Zweitrunden-Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga hätte Monfils beim Heimauftritt das Erreichen der Halbfinals genügt, um sich zum zweiten Mal nach 2016 für die ATP Finals zu qualifizieren. Davon blieb er allerdings ein ganzes Stück entfernt.

Im Viertelfinal gegen den Kanadier Denis Shapovalov gewann die Nummer 13 der Welt lediglich vier Games. Nach nur 61 Minuten waren Monfils' Träume von einer neuerlichen ATP-Finals-Teilnahme bei der 2:6, 2:6-Niederlage Geschichte, auch weil Shapovalov sich bei den Big Points eiskalt zeigte: Vier von fünf Breakbällen wusste der Kanadier auszunutzen. Bei Monfils, dessen hart umkämpfte Achtelfinalpartie gegen Radu Albot am Donnerstag erst kurz vor Mitternacht geendet hatte, reichten die Kräfte nicht aus, um sich erneut gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Am Vortag war ihm dies noch geglückt.

Novak Djokovic kommt beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy immer besser in Form. Nach zwei wenig überzeugenden Siegen gewann der (noch) Weltranglistenerste im Viertelfinal in weniger als einer Stunde 6:1, 6:2 gegen die Weltnummer 7 Stefanos Tsitsipas. Noch vor drei Wochen hatte im Viertelfinal in Schanghai der Grieche triumphiert. Im Halbfinal trifft Djokovic auf den US-Open-Halbfinalisten Grigor Dimitrov.

Die ATP Finals (vom 10. bis 17. November) in London wird der Serbe "nur" als Nummer 2 in Angriff nehmen. Er wird am Montag unabhängig von den Resultaten in Paris von Rafael Nadal an der Spitze der Weltrangliste abgelöst. Der Spanier spielte nach Redaktionsschluss gegen Jo-Wilfried Tsonga.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Nadal beendet Jahr als Nummer 1
Sport

Nadal beendet Jahr als Nummer 1

Rafael Nadal beendet das Tennis-Jahr zum fünften Mal als Nummer 1, womit er zu Roger Federer und Novak Djokovic aufgeschlossen hat. Mit 33 Jahren ist der Spanier der älteste Spieler, der am Jahresende an der Spitze steht. 

Luzerner Springreiter Estermann sieht sich zu Unrecht der Tierquälerei beschuldigt
Regional

Luzerner Springreiter Estermann sieht sich zu Unrecht der Tierquälerei beschuldigt

Der Luzerner Spitzenspringreiter Paul Estermann hat vor dem Bezirksgericht Willisau Vorwürfe zurückgewiesen, zwei Tournierpferde mit der Peitsche verletzt zu haben. Er wies damit die Beschuldigung der Tierquälerei zurück.

Keine Nachteile wegen Verzichts auf Kampfhundeverbot in Luzern
Regional

Keine Nachteile wegen Verzichts auf Kampfhundeverbot in Luzern

Der Verzicht auf ein Verbot bestimmter Hunderassen hat sich im Kanton Luzern nicht negativ ausgewirkt. Zu diesem Schluss kommt der Regierungsrat.

Washington Capitals weiterhin top
Sport

Washington Capitals weiterhin top

Die Washington Capitals mit Verteidiger Jonas Siegenthaler, der während mehr als 18 Minuten zum Einsatz kam, kamen im Heimspiel gegen die Anaheim Ducks ohne Mühe zum 16. Saisonsieg (5:2). Für die Kalifornier war es die zwölfte Niederlage im 22. Saisonspiel. Washington bleibt mit 36 Punkten weiter das beste Team der gesamten NHL.