Weiter Proteste in New York - Bürgermeister verspricht Polizei-Reform


News Redaktion
International / 04.06.20 15:20

Nach tagelangen Protesten gegen Rassismus und Polizeibrutalität hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio eine Reform der Polizeiarbeit in der Millionenmetropole versprochen.

Demonstranten stellen in New York die Szene nach, die zum Tod von George Floyd führte. Der Protest der Demonstranten richtet sich gegen Rassismus und Polizeigewalt. Foto: Wong Maye-E/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Wong Maye-E)
Demonstranten stellen in New York die Szene nach, die zum Tod von George Floyd führte. Der Protest der Demonstranten richtet sich gegen Rassismus und Polizeigewalt. Foto: Wong Maye-E/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Wong Maye-E)

Unsere Verwaltung wird die Vorgaben dazu, wie die NYPD Zwang ausübt, überprüfen und wenn nötig reformieren, und wir werden die Menschen dieser Stadt dabei einbinden, sagte De Blasio nach einer Mitteilung in der Nacht zum Donnerstag. Wir werden weiter reformieren, wir werden weiter Brücken zwischen der Polizei und der Gemeinschaft bauen, wir werden uns weiter zu einer sichereren und gerechteren Stadt entwickeln.

Auch am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag hatten wieder Tausende Menschen weitestgehend friedlich in New York für ein Ende des Rassismus und für Gerechtigkeit für den bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommenen Afroamerikaner George Floyd demonstriert. Es gab nur einige Berichte über Gewalt - gegen Demonstranten wie Polizisten - am Rande der Proteste.

Viele Demonstranten setzten sich über die Ausgangssperre um 20.00 Uhr Ortszeit hinweg, wogegen die Polizei diesmal härter vorging. Es kam zu zahlreichen Festnahmen. Wenn wir diese grossen Ansammlungen haben, besonders in Gegenden, wo es zuvor diese Plünderungen gab, dann gibt es keine Toleranz mehr, sagte Polizei-Abteilungsleiter Terence Monahan. Sie müssen von den Strassen runter. Eine Ausgangssperre um 20 Uhr - wir haben ihnen bis 21 Uhr gegeben. Und dann gab es immer noch keine Anzeichen, dass sie die Strassen verlassen würden.

Die nächtliche Ausgangssperre gilt seit Montag und vorerst noch bis einschliesslich Sonntag.

(sda)


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