Weitere Schadstoffmessungen an Krienser Schule notwendig


News Redaktion
Regional / 12.02.20 15:32

Nachdem zwei Schulzimmer im Krienser Schulhaus Roggern 1 im Januar wegen Schadstoffbelastung geschlossen werden mussten, haben Experten im Kindergarten Bosmatt noch Spuren von Lösungsmitteln in der Luft festgestellt. Der Stadtrat ordnete weitere Messungen an.

Leere Plätze: Zwei Schulzimmer in Kriens mussten wegen erhöhten Schadstoffwerten geschlossen werden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Leere Plätze: Zwei Schulzimmer in Kriens mussten wegen erhöhten Schadstoffwerten geschlossen werden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Bei den geschlossenen Schulzimmern versuchten Fachleute in der Zwischenzeit mit Probebohrungen in den Unterboden erhärtete Fakten für die Ursache der erhöhten Schadstoffwerte in der Raumluft zu ermitteln.

Diese hätten die erwarteten Funde der teerhaltigen Spreu-Schicht im Unterboden zu Tage gefördert, teilte die Stadt Kriens am Mittwoch mit. Der gemessene Schadstoff Naphthalin ist in Teeröl enthalten. Dieser sei gesundheitlich bedenklich, in deutlich höheren Konzentrationen als vorliegend auch schädlich, heisst es weiter.

Betroffen von diesen Naphthalin-Spuren sind Räume im Turnhallentrakt sowie im Gebäude Roggern 1. Nicht betroffen sind laut Medienmitteilung die Gebäude Roggern 2 sowie der Kindergarten Bosmatt.

Nun beauftragte der Stadtrat Raumluft-Spezialisten, in den kommenden Fasnachtsferien weitere Messserien zu machen, um die ermittelten Werte zu erhärten und aufgrund der Ergebnisse Massnahmen festzulegen, wie sie weiter schreibt.

Es würden sich aus heutiger Sicht keine weiteren Raumschliessungen aufdrängen. Die bereits geschlossenen Räume blieben für den Schulbetrieb weiter zu. Es würden einige Raumluft-Reinigungsgeräte installiert.

Da die Raumluftmessungen auch mit Blick auf eine Vielzahl von flüchtigen anorganischen Stoffen gemacht wurden, stellten die Experten im Kindergarten Bosmatt Spuren von Lösungsmitteln in der Luft fest. Hier werde ebenfalls in den Fasnachtsferien abgeklärt, welche Stoffe der Auslöser sein könnten, um auch diese Raumbelastung zu eliminiert, schreibt der Stadtrat.

Die Ergebnisse dieser Zusatzmessungen sollen helfen, die Massnahmen festzulegen für eine Sanierung. Bis Ende März wollen Schulleitung und Immobiliendienste über die weiteren Ergebnisse informieren.

(sda)


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