Weiterhin vier Spuren für Autos auf Luzerner Seebrücke


Roman Spirig
Regional / 01.12.20 19:07

Auf der Seebrücke in Luzern sollen die Radfahrer nicht mehr Platz erhalten. Der Kantonsrat hat ein Postulat von Monique Frey (Grüne) abgelehnt, das forderte, dass zwischen Bahnhof und Luzernerhof in beiden Richtungen je eine Fahrspur geschaffen wird, die von Bussen und Velos gemeinsam genutzt werden kann.

Weiterhin vier Spuren für Autos auf Luzerner Seebrücke (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Weiterhin vier Spuren für Autos auf Luzerner Seebrücke (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Im Gegenzug hätte je eine der beiden Fahrspuren für die Autos abgebaut werden sollen. Auf diesem Abschnitt würden sowieso immer weniger Autos verkehren, begründete Frey ihr Anliegen.

Die Seebrücke wurde 2019 an einem Durchschnittstag von 33590 Fahrzeugen befahren. Die Hälfte des Verkehrs sei innerstädtisch und somit hausgemacht, erklärte Frey in ihrem Vorstoss. Viele Autofahrer seien nur eine kurze Strecke unterwegs. Das Umsteigepotential auf das Velo oder die Busse sei somit gross.

Frey verhehlte nicht, dass mit dem Spurabbau die Seebrücke an die Kapazitätsgrenze stossen würde. Sie geht aber davon aus, dass die damit geschaffenen besseren Verhältnisse für Bus und Velo automatisch zu einem Rückgang des Autoverkehrs führen.

Der Regierungsrat lehnte das Postulat ab. Eine solche Massnahme müsste mit anderen Projekten abgestimmt werden. Nachdem die Spange Nord nicht realisiert werde, hätten sich die Voraussetzungen geändert, sagte Baudirektor Fabian Peter (FDP). Bei der Prüfung des weiteren Vorgehens werde sicher auch die Seebrücke angeschaut.

Der Kantonsrat teilte die Einschätzung des Regierungsrats mehrheitlich. Die Befürworter eines Spurabbaus für Autos machten vergeblich geltend, dass es bloss um einen Prüfauftrag handle und es keine Denkverbote geben solle.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Superstar Harden bekommt seinen Willen und wechselt
Sport

Superstar Harden bekommt seinen Willen und wechselt

Der Wechsel von NBA-Superstar James Harden zu den Brooklyn Nets ist perfekt - in den spektakulären Deal sind gleich mehrere Teams involviert.

Kantonspolizei warnt vor neuer Variante von Telefonbetrug
Schweiz

Kantonspolizei warnt vor neuer Variante von Telefonbetrug

Telefonbetrüger lassen sich immer andere Maschen einfallen. Bei der neuesten Variante geben sich die Täter als Polizisten aus und behaupten, dass Cyber-Kriminelle es auf das Konto des Opfers abgesehen hätten, warnt die Zürcher Kantonspolizei.

Lohneinbusse wegen Kurzarbeit - Grosser Rat lehnt Vergütungen ab
Schweiz

Lohneinbusse wegen Kurzarbeit - Grosser Rat lehnt Vergütungen ab

Wer im Kanton Thurgau wegen der Coronakrise von Kurzarbeit betroffen ist, erhält für die 20-prozentige Lohneinbusse keine Entschädigung. Ein entsprechender Antrag hatte im Grossen Rat am Mittwoch keine Chance.

PUK kritisiert in ERZ-Affäre ehemals verantwortliche Stadträte
Schweiz

PUK kritisiert in ERZ-Affäre ehemals verantwortliche Stadträte

Die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) des Stadtzürcher Gemeinderats kritisiert in ihrem Schlussbericht zur ERZ-Affäre das "simulierte Unternehmertum" des ehemaligen Direktors Urs Pauli. Schlecht weg kommen auch die alt Stadträte Martin Waser (SP) und Ruth Genner (Grüne).