Weltmeister Frankreich von den Ungarn gebremst


News Redaktion
Sport / 19.06.21 17:04

Frankreichs Favoritenrolle an der Europameisterschaft wird im zweiten Vorrundenspiel relativiert. Die Franzosen müssen sich in Budapest gegen Ungarn mit einem 1:1 bescheiden.

Ungarn bejubelt im vollen Puskas-Stadion das 1:1 gegen Weltmeister Frankreich (FOTO: KEYSTONE/EPA/Darko Bandic / POOL)
Ungarn bejubelt im vollen Puskas-Stadion das 1:1 gegen Weltmeister Frankreich (FOTO: KEYSTONE/EPA/Darko Bandic / POOL)

Die Leistung der Franzosen warf Fragen auf. Sie begannen verhalten, steigerten sich aber nach der ersten Viertelstunde. Frankreich hätte in Führung gehen müssen. Aber Karim Benzema, der Rückkehrer nach sechs Jahren, vergab die besten Möglichkeiten.

Und plötzlich führte Ungarn. Das 31-jährige Energiebündel Attila Fiola überlief die Franzosen. Fiola lief Benjamin Pavard davon und liess sich auch von Raphael Varane nicht mehr stoppen. An Goalie Hugo Lloris schob Fiola den Ball vorbei. Die Franzosen kassierten nach fünf Länderspielen ohne Gegentreffer und nach total 530 Minuten erstmals wieder ein Tor. Zuletzt hatte die Ukraine beim 1:1 in der WM-Qualifikation gegen den Weltmeister getroffen.

Natürlich reagierten die Franzosen. Antoine Griezmanns Ausgleich in der 66. Minute war indes kein schön herausgespieltes Tor. Die Ungarn liessen sich von einem weiten Abschlag von Lloris übertölpeln, liessen den langen Ball aufsetzen, worauf Kylian Mbappé seine Schnelligkeit ausspielte. Sein Querpass fand Griezmann indes nur, weil Willi Orban unglücklich abgefälscht hatte.

Weltmeister Frankreich steht mit vier Punkten zwar in den Achtelfinals, den Franzosen gelangen in 180 Minuten gegen Deutschland (1:0) und Ungarn (1:1) aber nur zwei Tore: das deutsche Eigentor von Mats Hummels und ein glückhaftes Kontertor gegen Ungarn. Die Massnahme von Didier Deschamps, den begnadigten Karim Benzema gleich wieder aufzustellen, wird bereits in Frage gestellt.

Budapest. - 61000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Oliver (Eng). - Tore: 45. Fiola 1:0. 66. Griezmann (Mbappé) 1:1.

Ungarn: Gulacsi; Botka, Orban, Attila Szalai; Nagy; Nego, Kleinheisler (84. Lovrencsics), Schäfer (75. Cseri), Fiola; Adam Szalai (26. Nikolics), Sallai.

Frankreich: Lloris; Pavard, Varane, Kimpembe, Digne; Pogba (76. Tolisso), Kanté, Rabiot (57. Dembélé/87. Lemar); Griezmann; Benzema (76. Giroud), Mbappé.

Bemerkungen: Ungarn ohne Kecskes (Lugano/Ersatz) und Gazdag (verletzt), Frankreich ohne Coman (Familie). 26. Szalai verletzt ausgeschieden. 59. Pfostenschuss Dembélé. Verwarnungen: 10. Pavard (Foul). 52. Botka (Foul).

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Mehrere Tote nach Bränden an türkischer Mittelmeerküste
International

Mehrere Tote nach Bränden an türkischer Mittelmeerküste

Im Zuge der Brände an der türkischen Mittelmeerküste und in weiteren Regionen sind mehrere Menschen gestorben.

Robust und elastisch: Empa optimiert das Glasfaserkabel
Schweiz

Robust und elastisch: Empa optimiert das Glasfaserkabel

Glasfaserkabel übertragen Daten und Signale über weite Strecken schnell und zuverlässig. Allerdings nicht auf Biegen und Brechen, da sind sie empfindlich. An der Materialprüfungsanstalt Empa wurde nun eine robustere und dehnbare Alternative mit Flüssigkern entwickelt.

Türkische Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen massive Waldbrände
International

Türkische Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen massive Waldbrände

Türkische Einsatzkräfte kämpfen den vierten Tag in Folge gegen massive Waldbrände im Land. Zehn Brandherde seien noch aktiv, darunter drei in der beliebten Urlaubsregion Antalya, teilte Forstminister Bekir Pakdemirli am Samstag auf Twitter mit. Von den insgesamt 98 Bränden, die seit Mittwoch in zahlreichen Provinzen ausgebrochen waren, seien 88 unter Kontrolle.

Dank Drohnen und Wärmebildkameras doppelt so viele Rehlein gerettet
Schweiz

Dank Drohnen und Wärmebildkameras doppelt so viele Rehlein gerettet

Die Rehkitzrettung Schweiz hat dieses Jahr 2569 Rehlein vor dem Mähtod gerettet, fast doppelt so viele wie letztes Jahr. Möglich machten das Drohnen und Wärmebildkameras: Die halfen nicht nur, Rehbabies aufzuspüren, sondern auch, motivierte Helfer zu finden.