Wenn Zürcher und Aargauer übernehmen würden: Luzerner Stadtrat befürchtet Schwächung des Medienplatzes Luzern


Roman Spirig
Regional / 03.07.18 18:25

Das Zusammengehen der AZ Medien und der NZZ Mediengruppe schwächt nach Ansicht des Luzerner Stadtrats den Medienplatz Luzern redaktionell und publizistisch. Die kommunale Politik sei aber nicht in der Lage, solche Entwicklungen zu beeinflussen.

Luzerner Stadtrat befürchtet Schwächung des Medienplatzes Luzern
Luzerner Stadtrat befürchtet Schwächung des Medienplatzes Luzern

Der Stadtrat beantwortete heute Dienstag eine Interpellation der CVP-Fraktion des Grossen Stadtrates. Anlass des Vorstosses war die Ankündigung von AZ und NZZ, ihr überregionales Angebot zentral in einer Pool-Lösung zu produzieren. Die Neue Zürcher Zeitung NZZ publiziert über die LZ Medien AG die "Luzerner Zeitung".

Eine Pool-Lösung könne kurzfristig Ressourcen freisetzen, schreibt der Stadtrat. Es bestehe aber die Gefahr, dass sich der Abbau redaktioneller Kompetenzen auf dem Platz Luzern negativ auf die Attraktivität und Qualität der regionalen journalistischen Arbeit auswirken werde. Ein allfälliger Abbau von Stellen wäre eine äusserst unerwünschte Entwicklung.

Der Stadtrat ist nach eigenen Angaben nicht über das Joint Venture AZ/NZZ vorinformiert worden. Er habe davon aus den Medien erfahren, schreibt er. Mit der NZZ-Mediengruppe und der LZ Medien AG bestehe kein regelmässiger Kontakt.

Die NZZ-Mediengruppe und die AZ Medien haben im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie ihre Regionaltitel zusammenlegen und ein Unternehmen schaffen wollen, das 20 Bezahlzeitungen in 13 Kantonen unter einem Dach vereint. Die "Neue Zürcher Zeitung" bleibt bei der NZZ. Die Wettbewerbskommission (Weko) teilte letzte Woche mit, sie prüfe die geplante Fusion vertieft.

(sda)


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