WHO befürwortet nun Tragen von Gesichtsmasken in Corona-Krise


News Redaktion
International / 06.06.20 12:33

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Standpunkt zum Tragen von Gesichtsmasken in der Corona-Krise geändert. Zur Eindämmung von Infektionen empfehle man nun ihre Nutzung in überfüllten öffentlichen Einrichtungen, teilte die WHO am Freitag in Genf mit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Eindämmung des Coronavirus nun doch die Nutzung von Gesichtsmasken in überfüllten öffentlichen Einrichtungen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/SALVATORE DI NOLFI)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Eindämmung des Coronavirus nun doch die Nutzung von Gesichtsmasken in überfüllten öffentlichen Einrichtungen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/SALVATORE DI NOLFI)

Zugleich warnte die Uno-Organisation jedoch, Masken könnten das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen, wenn Menschen diese mit schmutzigen Händen berührten und so kontaminierten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: Masken können auch ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln.

Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Der Massengebrauch wurde nicht empfohlen.

Tedros sagte, Masken könnten Händehygiene, Abstandhalten und das Aufspüren von Patienten mitsamt ihrer sozialen Kontakte nicht ersetzen. Masken alleine könnten nicht vor Covid-19 schützen.

Regierungen sollten dort zum Maskentragen ermutigen, wo die Virusübertragung weit verbreitet sei und wo es schwierig sei, Abstand zu anderen Menschen zu halten, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften oder in engen oder überfüllten Gegenden. Die WHO stellte auch fest, dass das Nähen von Masken die Menschen in die Lage versetze, etwas gegen das Virus zu tun und gleichzeitig eine mögliche Einkommensquelle darstelle.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Linienbus fährt in Wollerau SZ in ein Auto - Autofahrerin verletzt
Regional

Linienbus fährt in Wollerau SZ in ein Auto - Autofahrerin verletzt

Eine 27-jährige Buschauffeurin ist am Donnerstagmorgen in Wollerau in ein vor ihr stehendes Auto gefahren, das danach in einen Hydranten und eine Werbetafel geschoben wurde. Die Autofahrerin wurde verletzt, die Buschauffeurin blieb unverletzt. Im Bus befanden sich keine Passagiere.

Britischer Staat will sich von weiteren NatWest-Anteilen trennen
Wirtschaft

Britischer Staat will sich von weiteren NatWest-Anteilen trennen

Die britische Regierung will ihren Anteil an der in der Finanzkrise mit vielen Milliarden geretteten Grossbank NatWest, die damals als Royal Bank of Scotland firmierte, weiter reduzieren.

Tausende demonstrieren in Budapest für Rechte Nicht-Heterosexueller
International

Tausende demonstrieren in Budapest für Rechte Nicht-Heterosexueller

Tausende Ungarn haben nach Medienberichten am Samstag in Budapest für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) demonstriert. Der alljährliche Marsch der Organisation "Budapest Pride" fand diesmal vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban statt, die sich verstärkt gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten richtet.

Venedig und Budapest entgehen Einstufung als
International

Venedig und Budapest entgehen Einstufung als "bedrohtes" Welterbe

Venedig und Budapest sind knapp einer Einstufung als bedrohtes Welterbe entgangen.