Winterthurer SP-Stadtrat Kaspar Bopp will Stadtpräsident werden


News Redaktion
Schweiz / 06.04.21 13:25

Die Winterthurer SP greift nach dem Stadtpräsidium: Der amtierende Finanzvorsteher Kaspar Bopp soll bei den Wahlen 2022 Stadtpräsident werden und damit den langjährigen Stadtpräsidenten Michael Künzle (Die Mitte, ehemals CVP) ablösen.

Soll für die SP das Stadtpräsidium holen: Finanzvorsteher Kaspar Bopp. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/WALTER BIERI)
Soll für die SP das Stadtpräsidium holen: Finanzvorsteher Kaspar Bopp. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Bopp ist erst seit knapp zwei Jahren im Winterthurer Stadtrat und für die Finanzen verantwortlich. Das grosse Manko an seiner Kandidatur: Er ist keine Frau. Doch die einzige amtierende SP-Stadträtin, Christa Meier, will selber nicht Präsidentin werden, wie sie am Dienstag vor den Medien bekannt gab.

Natürlich habe sie dieses Amt gereizt. Aber ich bin sehr gerne Bauvorsteherin und in diesem Departement braucht es jetzt Kontinuität. Gerade bei langfristigen Projekten seien ständige Wechsel Gift. Ich habe absolutes Vertrauen in Kaspar Bopp, dass er auch die Anliegen der Frauen gut vertreten wird.

Bopp versprach, dass er die typischen rot-grünen Anliegen vertreten werde. Diese finden in der Bevölkerung aktuell eine grosse Mehrheit. Die Stadt Winterthur braucht deshalb auch einen Präsidenten, der diese Anliegen mitträgt, sagte Bopp.

Der amtierende Stadtpräsident Michael Künzle (Die Mitte) ist seit 2012 im Amt. Ob er erneut antritt oder Bopp das Feld überlässt, ist noch offen. Künzle und seine Partei äusserten sich bisher nicht zu ihrer Strategie.

Die anderen SP-Stadträte, Bauvorsteherin Christa Meier und Sozialvorsteher Nicolas Galladé, wollen weitere vier Jahre im Amt bleiben, wie sie am Dienstag bekannt gaben. Ebenfalls bleiben will der Grüne Stadtrat Jürg Altwegg.

GLP-Stadträtin Katrin Cometta und FDP-Stadtrat Stefan Fritschi gaben ihre Pläne bis jetzt noch nicht bekannt. Die Gesamterneuerungswahl für den Winterthurer Stadtrat findet am 13. Februar 2022 statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang würde am 27. März 2022 stattfinden.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Türkei verschärft Corona-Beschränkungen
International

Türkei verschärft Corona-Beschränkungen

Die Türkei verschärft angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Beschränkungen während des Fastenmonats Ramadan. Die nächtliche Ausgangssperre beginne nun zwei Stunden früher um 19.00 Uhr, erklärte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag.

Universität Zürich will auch nach Corona Online-Unterricht anbieten
Schweiz

Universität Zürich will auch nach Corona Online-Unterricht anbieten

Die Universität Zürich will auch nach der Corona-Pandemie einen Teil ihrer Lehrveranstaltungen online anbieten. Angestrebt wird ein Mix aus Präsenz- und Onlineunterricht.

Aktuelle Werkschau schweizerischen Literaturschaffens ist politisch
Schweiz

Aktuelle Werkschau schweizerischen Literaturschaffens ist politisch

Die Solothurner Literaturtage unter dem neuen Geschäftsführer Dani Landolf warten mit neuen Formaten auf, die schweizerisches Literaturschaffen in den Kontext gesellschaftspolitischer Fragen stellen. Und: Die Werkschau findet erneut online statt.

Bundesrat präsentiert Pläne zur Umsetzung des CO2-Gesetzes
Schweiz

Bundesrat präsentiert Pläne zur Umsetzung des CO2-Gesetzes

Zwei Monate vor der Referendumsabstimmung über das revidierte CO2-Gesetz schafft der Bundesrat Klarheit zu den Umsetzungsfragen. Er hat am Mittwoch die Vernehmlassung zur CO2-Verordnung eröffnet. Diese legt etwa Reduktionsziele für die verschiedenen Sektoren fest.