Wirtschaft: Schindler mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn


Roman Spirig
Wirtschaft / 14.08.19 07:08

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr 2019 mehr Aufträge an Land gezogen und mehr Umsatz erzielt. Der Gewinn nahm hingegen ab.

Wirtschaft: Schindler mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Wirtschaft: Schindler mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Der Auftragseingang verbesserte sich in der Berichtsperiode um 3,8 Prozent auf 6,09 Milliarden Franken, wie der Innerschweizer Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz wuchs um 3,3 Prozent auf 5,43 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 5,8 bzw. 5,4 Prozent.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam hingegen bei 596 Millionen Franken zu liegen und damit 2,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Konzerngewinn nahm sogar um rund 16 Prozent auf 436 Millionen ab. Bereinigt um eine im Vorjahr verbuchte Steuerrückzahlung belief sich das Minus auf 5,4 Prozent.

Die Gewinnzahlen seien von höheren Lohn- und Materialkosten, negativen Fremdwährungseffekten sowie geplanten höheren Ausgaben für strategische Projekte beeinflusst gewesen, hiess es dazu.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten knapp erreicht.

Das Unternehmen zeigt sich mit dem Geschäftsgang angesichts des Marktumfeldes zufrieden. In einem insgesamt hart umkämpften Markt habe man die Wachstumsdynamik beibehalten können.

Die Anzahl an Grossprojekten sei "bemerkenswert" gewesen, insbesondere in Nordamerika und in China im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Die Region Asien-Pazifik habe das grösste Wachstum erzielt. Im wichtigen chinesischen Neuanlagenmarkt sei Schindler wertmässig deutlich gewachsen und habe im Vergleich zum Vorjahr die abgesetzten Stückzahlen substanziell erhöht.

Für das Gesamtjahr 2019 wurde das Ziel für das Umsatzwachstum bestätigt: Es wird weiter ein Plus von 4 bis 6 Prozent in Lokalwährungen angepeilt. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 900 Millionen und 940 Millionen Franken erwartet wird. Im Vorjahr wurden 1,01 Milliarden ausgewiesen.

(sda)


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