Wohneigentum in der Schweiz wird auch im vierten Quartal teurer


Roman Spirig
Wirtschaft / 13.01.21 12:40

Trotz Corona sind in der Schweiz die Preise für Wohneigentum auch im vierten Quartal 2020 gestiegen. Über das Gesamtjahr sind insbesondere Einfamilienhäuser teurer geworden. Bei den Eigentumswohnungen verzeichnet einzig das gehobene Segment leicht rückläufige Preise.

Wohneigentum in der Schweiz wird auch im vierten Quartal teurer (Foto: KEYSTONE / DPA / JULIAN STRATENSCHULTE)
Wohneigentum in der Schweiz wird auch im vierten Quartal teurer (Foto: KEYSTONE / DPA / JULIAN STRATENSCHULTE)

Ängste, wonach die Krise den Immobilienmarkt bremsen würde, haben sich damit nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Im Schlussquartal legten die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal um 1,7 Prozent zu, wie eine Studie des Raumplaners Fahrländer Partner vom Mittwoch zeigt. Besonders hervorzuheben sei dabei der Anstieg im Luxussegment, zumal es dort in den beiden Vorquartalen zu einem Preisrückgang gekommen war.

Insgesamt legten die Preise von Eigentumswohnungen im Vorjahresvergleich um 2,6 Prozent zu. Dabei zeigt die Studie im Segment der gehobenen Eigentumswohnungen eine praktisch stabile Preisentwicklung (-0,5%), während das untere und das mittlere Segment klare Preisanstiege aufweisen.

Noch deutlicher fällt derweil der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern aus. Diese legen gemäss Index von Fahrländer Partner verglichen zum Vorjahresquartal um 7,1 Prozent zu und verzeichnen zudem allein im vierten Quartal einen Anstieg von 2,0 Prozent.

Im mittleren Preissegment verzeichnen alle acht Grossregionen der Schweiz steigende Preise für Einfamilienhäuser. Am deutlichsten ist der Anstieg in den Regionen Zürich, gefolgt vom Mittelland und der Genfersee-Region, während der Zuwachs in der Südschweiz und im Alpenraum moderater ausfiel.

So haben die Wohneigentumspreise 2020 trotz Corona-Krise ihren Anstieg weiter fortgesetzt, wie die Studie zeigt. Auch die zweite Corona-Welle hat den Wohneigentumsmarkt in der Schweiz nicht zum Erliegen gebracht, lautet die Bilanz von Fahrländer-Chef Stefan Fahrländer.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Wegen Lieferverzögerungen: Zweite Impfung in Heimen wird verschoben
Schweiz

Wegen Lieferverzögerungen: Zweite Impfung in Heimen wird verschoben

Der Impfstoffhersteller Pfizer/BionTech hat Lieferverzögerungen. Deshalb muss der Kanton Zürich nun seinen Impf-Plan anpassen: Die zweite Impfung in den Alters- und Pflegeheimen wird um eine Woche verschoben. Zudem gibt es keine neuen Termine im ersten Impfzentrum.

Heck bricht aus und streift zwei entgegenkommende Autos
Schweiz

Heck bricht aus und streift zwei entgegenkommende Autos

Einem 24-jährigen Autolenker ist am Sonntagnachmittag zwischen Sihlbrugg und Hirzel in einer Rechtskurve das Heck ausgebrochen. Auf der Gegenfahrbahn streifte das Auto zwei talwärts fahrende Wagen. Anschliessend rammte der 24-Jährige den rechten Fahrbahnrand, das Auto drehte sich und rutschte über das Trottoir einen Hang hinunter.

9. Sieg im 9. Auswärtsspiel für die Los Angeles Lakers
Sport

9. Sieg im 9. Auswärtsspiel für die Los Angeles Lakers

Die Los Angeles Lakers bleiben in dieser NBA-Saison auswärts weiter ungeschlagen. Der Titelhalter setzt sich bei den Chicago Bulls mit 101:90 durch.

Umstrittener Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft - ohne Deutschland
International

Umstrittener Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft - ohne Deutschland

Der umstrittene Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ist am Freitag in Kraft getreten. Er ist von 122 der 193 Länder der Vereinten Nationen beschlossen worden und untersagt Besitz, Erwerb, Entwicklung und Stationierung von solchen Waffen. Alle Atommächte sowie sämtliche Nato-Staaten und damit auch Deutschland lehnen ihn aber weiterhin ab. Damit bleibt er zunächst unwirksam, zumindest was konkrete Abrüstungsschritte angeht.