Zahl der Luzerner Gemeinden dürfte weiter sinken


News Redaktion
Regional / 02.11.20 16:51

Im Kanton Luzern dürfte die Zahl der Gemeinden unter 80 sinken. Der Regierungsrat geht von weiteren Fusionen aus. Der Fonds für Fusionsbeiträge soll deswegen wieder geäufnet werden.

Das Luzerner Regierungsgebäude: Die Exekutive erwartet weitere Gemeindefusionen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Das Luzerner Regierungsgebäude: Die Exekutive erwartet weitere Gemeindefusionen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Auf den 1. Januar 2021 schliessen sich die Gemeinden Altwis und Hitzkirch sowie Gettnau und Willisau zusammen. Der Kanton Luzern wird dann noch 80 Gemeinden zählen. Vor Beginn der Gemeindereform vor rund 20 Jahren waren es noch 107.

Es neige sich nun eine weitere Fusionsrunde dem Ende entgegen, heisst es im am Montag publizierten Newsletter der kantonalen Abteilung für Gemeinden. Eine weitere Kandidatin für eine Vereinigung mit einer anderen Kommune ist Honau. Dort werden die Stimmbürger demnächst über eine Initiative befinden, die Abklärungen für eine Fusion mit einer anderen Gemeinde des Rontals verlangt.

Doch unabhängig davon, wie sich die kleinste Luzerner Gemeinde entscheide, gehe der Regierungsrat davon aus, dass es zu weiteren Fusionen komme, hiess es in dem Newsletter. Das zuständige Departement bereite deswegen die notwendigen Schritte vor, um den Fonds für Fusionsbeiträge wieder zu äufnen, so dass der Kanton Gemeindevereinigungen finanziell unterstützen könne.

Der Kanton habe aber keine bestimmten Gemeinden oder Regionen für Fusionen im Auge, hiess es auf Anfrage. Es befinde sich keine Gemeinde in einer Notlage.

Der Kanton gehe aber davon aus, dass die Gründe, die in der Vergangenheit zu Fusionen geführt hätten, weiterbestehen würden. Es werde mit einer vergleichbaren Entwicklung wie in den letzten Jahren gerechnet. So sei es seit 2010 zu sieben Fusionen gekommen.

Als Motor für Fusionen genannt wurden strukturelle Gründe oder finanzielle Schwierigkeiten. Mit der Aufgaben- und Finanzreform AFR18 seien strukturschwache Gemeinden zwar tendenziell entlastet worden. Die Frage sei nun, wie sich die Corona-Pandemie und der zu erwartende Einbruch bei den Steuern auswirken würden.

(sda)


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