Zahlreiche neue Buslinien im Raum Luzern geplant


News Redaktion
Regional / 06.12.22 09:00

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) will das Busnetz in der Stadt und Agglomeration ausbauen. Sein Zielkonzept 2040 sieht neue Durchmesser- und Tangentiallinien vor, Linienverlängerungen und neue Linien, die via Autobahn verkehren.

In der Stadt und Agglomeration Luzern sollen neue Buslinien geschaffen werden. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
In der Stadt und Agglomeration Luzern sollen neue Buslinien geschaffen werden. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der VVL, der im Kanton Luzern für den öffentlichen Regionalverkehr zuständig ist, hat am Dienstag den Entwurf zum Ausbau des Busangebots veröffentlicht. Dieser geht nun in eine breite Vernehmlassung, an der bis am 6. März 2023 alle Interessierten teilnehmen können. Danach soll der Schlussbericht erstellt werden.

Hintergrund des Buskonzepts ist der geplante unterirdische Durchgangsbahnhof, der einen bedeutenden Ausbau des Bahnangebots ermöglichen soll. Dieser bringe neue Voraussetzungen und neue Chancen für den Regionalverkehr, heisst es in der Studie.

Die Studie will einerseits aufzeigen, wie das Busangebot nach der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs aussehen könnte, andererseits aber auch, welcher Ausbau bis dahin sinnvoll sei. Wegen des stark belasteten Stadtzentrums und weil gewisse S-Bahnlinien stark ausgelastet seien, sei ein Ausbau des Busangebots teilweise schon vor der Eröffnung des Durchgangsbahnhofs nötig, hiess es.

Der Bericht nennt dabei die Achsen Kriens-Ebikon und Rothenburg/Emmenbrücke-Luzern. Zudem braucht es ein Verkehrskonzept für die Zeit, während der der Tiefbahnhof gebaut wird.

Vorgesehen sind im Zielkonzept 2040 eine Serie neuer Buslinien. Erwähnt werden neue Linien die durch das Stadtzentrum Aussengebiete verbinden, so Littau mit Würzenbach, Hirtenhof via Kantonsspital mit Emmenbrücke oder Ruopigen mit Kriens.

Dazu soll es neue Tangentiallinien geben, Linien, die das Stadtzentrum meiden, so zwischen Horw und Kriens, zwischen Kriens und Tribschen oder - via Autobahn - Emmenbrücke und Mattenhof. Ferner sollen einzelne Buslinien verlängert werden.

Mehr Busverbindungen soll es auch in den Regionen geben. Damit der grössere Busverkehr abgewickelt werden kann, braucht es an diversen Stationen aber auch neue Perrons und Wendeschlaufen.

Was der Busausbau kostet, ist noch offen. Die Höhe der Investitionen werde von der konkreten Ausgestaltung der einzelnen Projekte abhängen, hiess es dazu im Bericht. Der Angebotsausbau führe auch zu höheren Betriebskosten, aber auch zu Mehrerlösen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Jugendliche berauben in Rapperswil-Jona mit Messer zwei 13-Jährige
Schweiz

Jugendliche berauben in Rapperswil-Jona mit Messer zwei 13-Jährige

Zwei 13-Jährige sind am Samstag am frühen Abend in Rapperswil-Jona von drei anderen Jugendlichen überfallen und ausgeraubt worden. Die Täter bedrohten die 13-Jährigen mit einem Messer.

Polen will Verteidigungsausgaben deutlich steigern
International

Polen will Verteidigungsausgaben deutlich steigern

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine will Polen in diesem Jahr vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben.

Mit Dioxin belasteter Boden der Zürcher Josefwiese wird abgetragen
Schweiz

Mit Dioxin belasteter Boden der Zürcher Josefwiese wird abgetragen

Die Josefwiese mitten in der Stadt Zürich ist teilweise mit Dioxin belastet: Damit die beliebte Freizeitanlage uneingeschränkt genutzt werden kann, muss sie saniert werden. Als Sofortmassnahme werden die betroffenen Flächen abgedeckt.

Neuer Starkregen in Neuseeland erwartet
International

Neuer Starkregen in Neuseeland erwartet

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Neuseelands grösster Stadt Auckland drohen dem Pazifikstaat erneut heftige Niederschläge.