Zentral- und Ostschweiz: Frauen in Verwaltungsräten der Kantonalbanken bei unter 20 Prozent


Roman Spirig
Regional / 11.06.19 17:14

Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten der Kantonalbanken in der Zentral- und Ostschweiz erreicht nicht einmal 20 Prozent. Unter den total 86 Verwaltungratsmitgliedern in elf Bankinstituten finden sich lediglich 15 Frauen.

Zentral- und Ostschweiz: Frauen in Verwaltungsräten der Kantonalbanken bei unter 20 Prozent (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)
Zentral- und Ostschweiz: Frauen in Verwaltungsräten der Kantonalbanken bei unter 20 Prozent (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)

Zahlen über den Frauenanteil in den Verwaltungsräten von elf Kantonalbanken publizierte heute die Glarner Regierung bei der Beantwortung eines politischen Vorstosses aus dem Kantonsparlament. Demnach wurde im April dieses Jahres die Ökonomin und Wirtschaftsprüferin Sonja Stirnimann in den Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank gewählt. Stirnimann ist die einzige Frau im siebenköpfigen strategischen Leitungsgremium des Geldinstituts.

Nicht viel besser sieht es in einigen anderen von insgesamt zehn Kantonalbanken der Zentral- und Ostschweiz aus. Auf Stufe Verwaltungsrat liegt der Frauenanteil im Schnitt bei lediglich knapp 18 Prozent.

Einsame Spitzenreiterin ist die Urner Kantonalbank. Dort sitzen sieben Mitglieder im Verwaltungsrat, wovon drei Frauen sind, was eine Quote von stattlichen 43 Prozent ergibt. Es folgt die Obwaldner Kantonalbank mit zwei Frauen in einem Siebnergremium (29 Prozent), vor der Luzerner Kantonalbank mit zwei Frauen (25 Prozent) in einem Verwaltungsrat mit insgesamt acht Mitgliedern.

Mit je zwei von neun Mitgliedern einen Frauenanteil 22 Prozent erreichen die St. Galler und die Thurgauer Kantonalbank. Bloss je eine Frau sitzt im Verwaltungsrat der Kantonalbanken von Graubünden, Appenzell Ausserrhoden und Schaffhausen, was einer Quote zwischen 11 und 13 Prozent entspricht. Den Schluss der Liste zieren die Kantonalbanken von Schwyz und Nidwalden. Deren Verwaltungsräte sind frauenfrei und somit reine Männergremien.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zwei von fünf Kandidaturen für den Nationalrat sind weiblich
Schweiz

Zwei von fünf Kandidaturen für den Nationalrat sind weiblich

Für die Nationalratswahlen hat sich eine Rekordzahl an Kandidatinnen und Kandidaten angemeldet. Nach Angaben der Bundeskanzlei wollen 4652 Männer und Frauen in die Grosse Kammer. Markant angestiegen ist der Frauenanteil unter den Kandidaturen.

SBB: Andreas Meyers Nachfolger wird 20 Prozent weniger verdienen
Wirtschaft

SBB: Andreas Meyers Nachfolger wird 20 Prozent weniger verdienen

Der Nachfolger von SBB-Chef Andreas Meyer erhält ein 20 Prozent tieferes Gehalt. Dies hat SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar in einem Interview mit der Zeitung "Le Temps" vom Samstag erklärt. Der neue Bahnchef muss auch mehrere Landessprachen beherrschen.

Tyson Fury müht trotz Schnittwunde zum Sieg
Sport

Tyson Fury müht trotz Schnittwunde zum Sieg

Der frühere Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury fügte dem zuvor ungeschlagenen Schweden Otto Wallin bei einem Kampf in Las Vegas die erste Niederlage zu.

Unbekannte klauen in Immensee mehrere hundert Kilo Kupfer
Regional

Unbekannte klauen in Immensee mehrere hundert Kilo Kupfer

Unbekannte sind in der Nacht auf heute Montag auf ein Firmengelände in Immensee eingebrochen. Sie klauten mehrere hundert Kilogramm Kupfer, teilt die Schwyzer Kantonspolizei mit. Die Täter machten sich danach unbemerkt aus dem Staub.