Zentralschweiz: Feuer im freien weitgehend verboten. Kommt jetzt auch 1. August Feuerwerksverbot?


Roman Spirig
Regional / 23.07.19 12:47

In der Zentralschweiz hat die Trockenheit so stark zugenommen, dass in den Kantonen Luzern, Uri sowie Ob- und Nidwalden das Feuern im Freien eingeschränkt wird. Möglich ist, dass für den 1. August ein Feuerwerksverbot erlassen wird.

Zentralschweiz: Feuer im freien weitgehend verboten. Kommt jetzt auch 1. August Feuerwerksverbot? (Foto: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)
Zentralschweiz: Feuer im freien weitgehend verboten. Kommt jetzt auch 1. August Feuerwerksverbot? (Foto: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)

In den vier Kantonen beurteilen die zuständigen Stellen die Trockenheit als so stark, dass sie von einer erheblichen Waldbrandgefahr ausgehen. Dies entspricht der Stufe drei von fünf Gefahrenstufen. Es bestehe die Gefahr, dass weggeworfene Raucherwaren oder der Funkenflug eines Grillfeuers Brände verursachen könnten, teilte die Urner Sicherheitsdirektion sowie das Feuerwehrinspektorat Ob- und Nidwalden am Dienstag mit.

Luzern teilte mit, dass es vor allem im Norden des Kantons und an südost- und südwestexponierten Lagen wie an der Rigi sehr trocken sei. Bei Wind und in Gebieten mit trockener Vegetation steige die Waldbrandgefahr schnell und stark an.

Die Behörden rufen zu einem sorgfältigen Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe auf. Dort solle, wenn überhaupt, nur in fest eingerichteten Feuerstellen und mit grösster Vorsicht ein Feuer entfacht werden. Bei starkem Wind, etwa vor Gewittern, sei auf das Feuern ganz zu verzichten.

Durch verantwortungsbewusstes Handeln liessen sich Wald- und Flurbrände verhindern, hiess es weiter. Feuer sollten stets beaufsichtigt werden, vor dem Weggehen müssten sie gelöscht werden. "Keine brennenden Raucherwaren und Streichhölzer wegwerfen" ist ein weiterer Ratschlag.

Für das nächste Wochenende werden Gewitter erwartet. Es gelte abzuwarten, ob es genügend ausdauernd und ergiebig regne, um die Situation zu entschärfen, schreibt der Kanton Luzern. Bei ungenügenden Niederschlägen könne ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe nicht ausgeschlossen werden. Damit würde auch ein Feuerwerksverbot gelten.

In den Kantonen Schwyz und Zug gilt gemäss des Bundesamts für Umwelt noch die tiefere Gefahrenstufe 2.

(sda)



  • Waldbrandgefahr in der Zentralschweiz. Reporterin Jasmin Wernli berichtet.

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