Zinswende bremst im Kanton Zürich den Preisanstieg bei Eigenheimen


News Redaktion
Wirtschaft / 16.01.23 10:04

Die Zinswende hinterlässt zunehmend Spuren am Immobilienmarkt. Im Kanton Zürich hat sich der Preisanstieg für Eigenheime bereits im vergangenen Jahr stark verlangsamt.

Immer teurer gilt nicht mehr: Die Zinswende hat bereits Spuren auf dem Zürcher Immobilienmarkt hinterlassen. Im Bild die Eigenheimstrasse in Wallisellen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT)
Immer teurer gilt nicht mehr: Die Zinswende hat bereits Spuren auf dem Zürcher Immobilienmarkt hinterlassen. Im Bild die Eigenheimstrasse in Wallisellen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT)

Das jährliche Preiswachstum sei 2022 in allen Regionen des Kantons auf rund die Hälfte des rekordhohen Wachstums Anfang des Jahres gefallen, schreibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in ihrem Immobilienbarometer für das 4. Quartal 2022.

Mit einem Jahreswachstum von 5,7 Prozent bleibe der Anstieg aber immer noch "beachtlich". Am stärksten sei das Preiswachstum nach wie vor in der Region "See", zu der die teuren Gemeinden um den Zürichsee inklusive der Stadt Zürich gehören.

Dagegen seien in der Region "Regio", die das preisliche Mittelfeld im Kanton abbilde, die Eigenheimpreise im Vergleich zum Vorquartal nun bereits das zweite Mal in Folge leicht gesunken.

Die steigenden Hypothekarzinsen hätten damit einen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage nach Eigentum. Die ZKB erwartet dennoch einen stabilen Eigenheimmarkt, allerdings mit einem stark gebremsten Preiswachstum.

Anders bei den Mietwohnungen. Die anhaltend hohe Nettozuwanderung steigere die Nachfrage, so die ZKB. Der Anstieg der Angebotsmieten dürfte zudem noch dadurch verstärkt werden, dass die Leerstände und die Bautätigkeit zurückgehen.

Denn die Anzahl bewilligter Mietwohnungen nahm seit der Hochkonjunktur im Wohnungsbau 2018 in der Schweiz sowie im Kanton Zürich um rund ein Viertel ab. Dies sei eine Reaktion auf die damals steigenden Mietwohnungsleerstände in ländlicheren Regionen.

Zudem schreite die Verdichtung in den Städten nicht wie raumplanerisch erwünscht voran. Hohe Landpreise, Widerstand aus der Bevölkerung und eine rigide Umsetzung der Lärmvorschriften würden manches Bauvorhaben zunichte machen.

Aber auch bestehende Mieterinnen und Mieter blieben vor höheren Wohnkosten nicht verschont. Der Referenzzinssatz werde 2023 steigen und mit ihm die Bestandesmieten.

(sda)


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