ZSC Lions verlieren erstmals seit 17 Jahren fünfmal in Folge


News Redaktion
Sport / 20.01.23 22:48

Die Flitterwochen mit dem Coach-Rückkehrer Marc Crawford an der Bande dauern für die ZSC Lions nur kurz. Nach zwei Siegen zum Start ist das 1:2 in Lugano nun die fünfte Niederlage in Folge.

Seit drei Wochen im Amt und schon arg in der Krise: der Trainer-Rückkehrer Marc Crawford bei den ZSC Lions (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Seit drei Wochen im Amt und schon arg in der Krise: der Trainer-Rückkehrer Marc Crawford bei den ZSC Lions (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

In den letzten fünf Partien gewannen die Lions nicht einmal mehr einen Punkt. Eine solche Pleitenserie erlebten die Zürcher letztmals in der Saison 2005/2006. Den Siegtreffer zum 2:0 der Tessiner erzielte in der 34. Minute Marco Müller einen Tag vor seinem 28. Geburtstag.

Biel schaffte den Sprung an die Spitze der National League einmal mehr nicht. Nach dem 1:6-Debakel am Dienstag in Freiburg starteten die Seeländer druckvoll. Nach nur dreieinhalb Minuten führten sie dank PostFinance-Topskorer Fabio Hofer und Yanick Stampfli, der einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung sein erstes National-League-Tor erzielte, 2:0. Giancarlo Chanton verkürzte seinerseits mit seinem ersten NL-Treffer, ehe Noah Rod fünf Minuten vor Schluss ausglich. Nach gut zwei Minuten der Verlängerung sorgte Linus Omark mit seinem ersten Overtime-Tor für den Genfer Sieg.

Der SC Bern gerät ausgerechnet in der entscheidenden Phase um die Playoff-Qualifikation wieder in eine Krise. Das 2:4 gegen den Tabellennachbarn Davos war bereits die vierte Niederlage in Folge - und das nach einer 2:0-Führung. Die Bündner drehten die Partie im Mitteldrittel dank der Spezialteams. Joakim Nordström traf in Unter-, Leon Bristedt und Dominik Egli in Überzahl.

Der ambitionierte Lausanne HC wahrt sich seine Chance, wenigstens den 10. Platz und damit die Vor-Playoffs zu erreichen. Im siebten Spiel seit dem Jahreswechsel blieben sie gegen die SCL Tigers erst zum zweiten Mal siegreich (5:0). Damit endete auch das dritte Duell der beiden Teams auf den Plätzen 13 und 12, die nur noch durch zwei Punkte getrennt sind, mit einem Heimsieg. Am Samstag wird Lausanne diesen Trend im "Rückspiel" stoppen müssen. Mit Guillaume Maillard und Marco Pedretti erzielten eher ungewohnte Torschützen die vorentscheidenden Treffer zum 2:0 bereits in den ersten zwölf Minuten.

Der EV Zug reagierte im Stil eines Champions auf das unglückliche Aus im Champions-League-Halbfinal. Der in der Meisterschaft bisher enttäuschende Titelverteidiger gewann das im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation wichtige Duell gegen Fribourg-Gottéron 5:3. Der unverwüstliche Julien Sprunger glich in seiner 20. Saison für Fribourg im Schlussdrittel mit seinem 55. Doppelpack - kein aktiver Spieler hat annähernd so viele - aus, doch Zug reagierte postwendend.

Der EHC Kloten gewann erstmals seit Oktober 2016 und neun Niederlagen wieder einmal in Ambri-Piotta (3:2). Zweimal glichen die Leventiner aus, erst der zweite Treffer von Arttu Ruotsalainen in der 52. Minute sicherte dem Aufsteiger den vierten Erfolg hintereinander.

Die Rapperswil-Jona Lakers stoppten im Duell zweier formstarker Teams den Lauf des Schlusslichts Ajoie (sechs Siege aus den letzten acht Spielen). Die Entscheidung zum 4:1 fiel durch drei Tore im Schlussdrittel.

(sda)


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