Zürcher Bar- und Clubbetreiber kritisieren Lockerung als ungenügend


News Redaktion
Schweiz / 28.05.20 15:16

Die Bar & Club Kommission (BCK) Zürich kritisiert die am Mittwoch vom Bundesrat angekündigten nächsten Lockerungsschritte als ungenügend für ihre Branche. Mit einer Polizeistunde um Mitternacht und der Beschränkung von vier Quadratmeter Platz pro Person könne kein Nachtleben stattfinden.

Szenen aus glücklicheren Tagen: Ausgelassenes Feiern bis zum Morgengrauen wird es in Zürcher Clubs nicht so rasch wieder geben. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)
Szenen aus glücklicheren Tagen: Ausgelassenes Feiern bis zum Morgengrauen wird es in Zürcher Clubs nicht so rasch wieder geben. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Auch mit den neusten Lockerungsschritten sei keine Lösung für das Nachtleben in Sicht, teilte die Branchenorganisation BCK Zürich am Donnerstag mit. Kritisiert wird beispielsweise die Polizeistunde um 24 Uhr. Das sei, als ob man ein Restaurant zwar wieder öffnen könne, aber kein Essen servieren dürfe.

Auch das pro Besucherin oder Besucher vier Quadratmeter Platz vorhanden sein müssen, stösst den Clubbetreibern sauer auf. Eine Beschränkung auf 300 Personen und die Pflicht, Kontaktdaten zu registrieren, würde ausreichen um einen unkontrollierten Ausbruch von Covid-19 zu verhindern.

Aufgrund dieser Einschränkungen werden laut Mitteilung viele Betriebe nicht öffnen. Die BCK Zürich fordert deshalb, dass es keinen Zwang zur Wiedereröffnung gebe. Stattdessen soll der Anspruch auf Kurzarbeit weiterbestehen und das Budget für die Entschädigung von Kulturunternehmen erhöht werden.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Asselborn: Türkei radiert Allianz der Zivilisationen aus
International

Asselborn: Türkei radiert Allianz der Zivilisationen aus

Der luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn hat die von der Türkei geplante Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee als einen "Schlag gegen die Allianz der Zivilisationen" bezeichnet.

Thurgauer Polizei sucht Maserati-Fahrer
Schweiz

Thurgauer Polizei sucht Maserati-Fahrer

Die Thurgauer Polizei ist auf der Suche nach der Lenkerin oder dem Lenker eines beschädigten Maseratis. Der Wagen hatte am Samstagmorgen auf der Autobahn A7 bei Gachnang TG bei einem Unfall die Leitplanke beschädigt und dabei Teile der Heckleuchte verloren.

Ex-Militärdiktator Bouterse als Präsident von Surinam abgelöst
International

Ex-Militärdiktator Bouterse als Präsident von Surinam abgelöst

Das Parlament von Surinam hat Chan Santokhi zum Präsidenten des Landes gewählt. Ronnie Brunswijk wurde zum Vize-Präsidenten eines der kleinsten Länder Südamerikas bestimmt, wie surinamische Medien am Montag (Ortszeit) übereinstimmend berichteten.

UN-Bericht: Unterernährung ist gefährlich auf dem Vormarsch
International

UN-Bericht: Unterernährung ist gefährlich auf dem Vormarsch

Der Hunger weltweit ist auf dem Vormarsch. Nun könnte die Corona-Krise sogar einen sprunghaften Anstieg der Zahl der unterernährten Menschen bewirken. Derzeit ist mindestens jeder elfte Mensch unterernährt, wie aus dem Welternährungsbericht der Vereinten Nationen hervorgeht. Dazu gehören auch Millionen Kinder, die nicht genug zu essen bekommen, um gesund aufzuwachsen. Insgesamt schätzen die Experten in ihrer am Montag vorgelegten Studie, dass im Jahr 2019 rund 690 Millionen Menschen unterernährt waren - also knapp neun Prozent der Weltbevölkerung.