Zürcher Obergericht: Stationäre Suchtbehandlung für Galeristensohn


Roman Spirig
Regional / 27.11.19 16:13

Der 34-Jährige, der Ende Dezember 2014 im Drogenrausch einen guten Freund getötet hat, muss sich einer stationären Suchtbehandlung unterziehen. Das Zürcher Obergericht hat heute festgehalten, er habe die Tat in selbst verschuldeter Schuldunfähigkeit begangen.

Zürcher Obergericht: Stationäre Suchtbehandlung für Galeristensohn
Zürcher Obergericht: Stationäre Suchtbehandlung für Galeristensohn

Es sprach die für solche Fälle mögliche Höchststrafe von drei Jahren Freiheitsentzug aus - die der Beschuldigte bereits abgesessen hat. Wie lange die stationäre Massnahme dauert, ist im Voraus nicht absehbar. Dies hängt vom Behandlungserfolg ab. Bis zum Antritt der Massnahme bleibt der junge Mann in Sicherheitshaft.

Von den Vorwürfen der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung einer früheren Freundin sprach das Gericht den Galeristensohn nach dem Prinzip "im Zweifel für den Angeklagten" frei. Die Glaubwürdigkeit der Privatklägerin erachtete es als eingeschränkt.

(sda)


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