Zürich will Hochhäuser der Öffentlichkeit zugänglich machen


News Redaktion
Schweiz / 07.12.22 15:40

Der Zürcher Stadtrat will die Regeln für den Hochhausbau mit Sondervorschriften ändern. Dabei gilt: Wer hoch bauen will, muss im Erdgeschoss und auf dem Dach oder in einem Dachgeschoss Publikumsnutzung zulassen.

In Zürich-West mit dem Prime Tower soll der Bau von Hochhäusern weiterhin möglich sein. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
In Zürich-West mit dem Prime Tower soll der Bau von Hochhäusern weiterhin möglich sein. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Auch bezüglich Energie und Umwelt will der Stadtrat den Bauherren neue Sondervorschriften machen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. So sollen Hochhäuser erneuerbare Energien zum Heizen nutzen. Häuser über 40 Meter müssten zudem die Anzahl Pflichtparkplätze um mindestens 30 Prozent unterschreiten. Begrünte Aussenflächen sollen ebenfalls dazu gehören.

Der Stadtrat definiert klare Gebiete, in denen Hochhäuser bis 40, 80 und über 80 Meter gebaut werden können. Neu kommt auch ein Gebiet mit bis zu 60 Metern dazu. Richtig hoch dürfen die Häuser gemäss Plan vor allem in Zürich West, Altstetten und einem kleineren Gebiet in Zürich-Nord sein.

Die Hochhausgebiete in der Stadt Zürich werden gemäss Mitteilung flächenmässig nicht grösser als bisher. Was in Zürich-Nord dazu kommt, wird in den Kreisen 3, 4 und 5 reduziert. Bei Häusern über 60 Metern soll die Quartierbevölkerung in die Planung miteinbezogen werden.

Die Pläne liegen bis Ende Februar öffentlich auf. Nachdem sich die Bevölkerung geäussert hat, wird die geänderte Bauordnung dem Gemeinderat vorgelegt.

Der Verein "Pro lebenswertes Zürich - Limmatraum" hat in einer Stellungnahme bereits Widerstand angekündigt. So stört ihn etwa, dass an der Limmat Hochhäuser möglich sein sollen. Im Sommer hatte der Verein eine Initiative namens "Initiative Uferschutz für Mensch und Natur" lanciert.

(sda)


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