Zürichsee bleibt wegen möglicher Strommangellage voll


Roman Spirig
Regional / 09.12.22 11:18

Der Kanton Zürich hat entschieden, den Pegel des Zürichsees nicht abzusenken. Das geschieht sonst jeweils im Herbst. So könne Strom für 4000 Haushalte in den Wintermonaten produziert werden. 

Zürichsee bleibt wegen möglicher Strommangellage voll (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
Zürichsee bleibt wegen möglicher Strommangellage voll (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)

Eine Strommangellage in diesem Winter sei noch nicht ausgeschlossen, schrieb der Zürcher Regierungsrat in einer Mitteilung vom Freitag. Aus dem volleren Zürichsee werde darum mehr Wasser in das Kraftwerk Letten geleitet, wo der Strom produziert wird.

Der Kanton reguliert den Wasserstand des Zürichsees über das Platzspitzwehr in Zürich. Angesichts der angespannten Versorgungslage habe er sich in Absprache mit dem Bund und den Kantonen St. Gallen, Schwyz und Aargau dazu entschlossen, bis Mitte Februar auf die Absenkung zu verzichten, teilt der Regierungsrat mit.

Auf diese Weise können drei bis fünf Gigawattstunden mehr produziert werden. Auch starke Niederschläge sollen entsprechend genutzt werden. Je nach Hochwasserlage würde der Pegel des Zürichsees aber stärker reguliert. Ab März soll der Seepegel auf den Tiefststand gebracht werden, um die Schneeschmelze aufzufangen.

(sda)


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