Zug scheidet auf bittere Art und Weise aus


News Redaktion
Sport / 17.01.23 22:53

Der EV Zug scheidet im Halbfinal der Champions Hockey League aus. Nach dem 0:2 im Hinspiel verlieren die Zentralschweizer trotz Überlegenheit auch das Heimspiel, und zwar 2:3.

Eine mangelnde Chancenauswertung kostet dem EV Zug die Finalqualifikation (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Eine mangelnde Chancenauswertung kostet dem EV Zug die Finalqualifikation (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Zum dritten Mal stand ein Schweizer Team seit der Wiedereinführung des Wettbewerbs 2014 im Halbfinal und zum dritten Mal bedeutete dieser Endstation. Waren Davos im Januar 2016 und Fribourg ein Jahr später jeweils gegen Frölunda Göteborg chancenlos geblieben, war das Scheitern der Zuger bitter. Sie betrieben in dieser intensiven Partie einen enormen Aufwand und hatten klar mehr vom Spiel, jedoch fehlt es ihnen an der notwendigen Kaltblütigkeit.

Nachdem Reto Suri den Schweizer Meister in der 16. Minute vor bloss 5531 Zuschauern in Führung gebracht hatte, drückten die Zentralschweizer im Mitteldrittel mächtig auf das 2:0 und damit den Ausgleich in diesem Halbfinal. Insbesondere um die Spielhälfte herum kam der EVZ einem zweiten Treffer sehr nahe, beispielsweise in der 30. Minute, als Carl Klingberg den Puck nicht am Schoner des starken finnischen Goalies Christian Heljanko vorbeibrachte. Kurz darauf verpasste Suri aus bester Position sein zweites Tor in dieser Partie.

Die mangelnde Chancenauswertung rächte sich: Die Statistiker zählten im zweiten Drittel 15:0 Torschüsse zu Gunsten der Zuger, als Patrik Virta in der 36. Minute für Tampere ausglich. Weil die Finnen kurz vor der zweiten Pause eine Strafe kassierten, durften die Zuger zu Beginn des Schlussabschnitts in Überzahl spielen und das nutzten sie nach 38 Sekunden zum 2:1 - Fabrice Herzog war nach einem herrlichen Pass von Jan Kovar erfolgreich.

Damit fehlte wiederum nur ein Treffer, um zumindest die Verlängerung zu erreichen. In der 56. und der 58. Minute kassierten die Finnen zwei weitere Strafen. Die doppelte Überzahl dauerte allerdings nur zehn Sekunden, jedoch ersetzte Zugs Trainer Dan Tangnes Goalie Leonardo Genoni durch einen sechsten Feldspieler. Das nutzten die Gäste zum 2:2 durch Petteri Puhakka. 46 Sekunden später traf auch noch Jori Lehterä ins leere Zuger Gehäuse.

Die Startphase hatte klar Tappara Tampere gehört, der Zuger Goalie Leonardo Genoni war allerdings hellwach und bewahrte sein Team von einem frühen Rückstand. Ab der 8. Minute übernahm dann der EVZ das Zepter. Aber eben. Die Zuger scheiterten nicht nur, sie verloren auch Grégory Hofmann, ihren bester Skorer in der National League. Der Schweizer Internationale fiel nach 28 Sekunden im Mitteldrittel aus, nachdem ihm Veli-Matti Vittasmäki unglücklich auf den Fuss gefallen war.

Der Finalgegner von Tappara Tampere am 18. Februar heisst Lulea. Die Nordschweden, die sich im nationalen Duell gegen Frölunda aus Göteborg im Penaltyschiessen durchsetzten, geniessen dabei Heimrecht.

Zug - Tappara Tampere 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)

5531 Zuschauer. - SR Björk/Nord (SWE), Altmann/Obwegeser. - Tore: 16. Suri (Abdelkader) 1:0. 36. Virta (Ojamäki) 1:1. 41. Herzog (Kovar, Simion/Ausschluss Vittasmäki) 2:1. 58. Puhakka (Ausschluss Virta!) 2:2 (ins leere Tor). 59. Lehterä (Puhakka/Ausschluss Virta!) 2:3 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Tappara Tampere.

Zug: Genoni; Geisser, Djoos; Schlumpf, Almquist; Gross, Kreis; Stadler; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, O'Neill, Cehlarik; Klingberg, Senteler, Herzog; Abdelkader, Leuenberger, Suri; Allenspach.

Tappara Tampere: Heljanko; Kemiläinen, Vittasmäki; Seppälä, Matushkin; Tuulola, Jürgens; Ahlroth; Jonathan Davidsson, Marcus Davidsson, Puhakka; Ojamäki, Virta, Kuusela; Granath, Platt, Moilanen; Rönni.

Bemerkungen: Zug ohne Hansson (verletzt), Hofmann im Mitteldrittel verletzt ausgeschieden.

(sda)


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