Zug: Sika-Konzern schwächelt beim Unternehmensziel Roce


Roman Spirig
Wirtschaft / 08.10.19 06:03

Der Bauchemie- und Klebstoff-Konzern Sika hat sein langjähriges Unternehmensziel aufgegeben, jedes Jahr mindestens eine 25-Prozent-Rendite auf das eingesetzte Kapital (Roce) zu erreichen. Die Verabschiedung von dem Target gilt zumindest bis zum Jahr 2023.

Zug: Sika-Konzern schwächelt beim Unternehmensziel Roce (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
Zug: Sika-Konzern schwächelt beim Unternehmensziel Roce (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)

Das in Baar ZG domizilierte Unternehmen bestätigte am Dienstag eine entsprechende Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Demnach seien bei der Strategie-Überprüfung, die vor wenigen Tagen kommuniziert worden war, viele Faktoren berücksichtigt worden und hätten zu dem temporären Wegfall des Ziels bei der Kapitalrendite geführt. Erst im Jahr 2023 wolle die Sika-Gruppe wieder auf den 25-Prozent-Mindestwert zurückkommen.

Als Grund für die Massnahme beim Roce-Unternehmensziel gibt der Konzern die Übernahme des französischen Mörtelherstellers Parex an. Das investierte Kapital würde ab der Übernahme den vollen Kaufpreis beinhalten, wohingegen die Gewinne und Synergieeffekte erst über die Zeit vereinnahmt werden würden, hiess es von Sika zur Erklärung.

Der Konzern habe zudem im Zusammenhang mit der Parex-Akquisition im Januar 2019 kommuniziert, dass die Roce-Kapitalrendite in den nächsten Jahren unter dem 25-Prozent-Wert liegen werde. Allerdings enthalten entsprechende Medienmitteilungen und eine Präsentation zur Übernahme keine solchen Angaben beziehungsweise klaren Hinweise zur Aussetzung des strategischen Unternehmensziels.

Und auch die Firmenpräsentationen im März, im Juni oder noch im Juli 2019 nennen weiterhin das strategische Renditeziel auf das investierte Kapital von mindestens 25 Prozent pro Jahr. Im ersten Halbjahr 2019 sank die Kapitalrendite bei Sika aber bereits auf 17,0 Prozent - von 26,2 Prozent im Jahr 2018.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

SVP gewinnt mit Monika Rüegger einzigen Obwaldner Nationalratssitz
Regional

SVP gewinnt mit Monika Rüegger einzigen Obwaldner Nationalratssitz

Im Kanton Obwalden hat die SVP den einzigen Nationalratssitz ergattert. Parteipräsidentin Monika Rüegger schaffte die Wahl knapp vor CVP-Mitglied Peter Krummenacher, der von einem überparteilichen Komitee nominiert worden war.

Übernachten in der Beton-Röhre! Das neue Hotel aus Zug
Regional

Übernachten in der Beton-Röhre! Das neue Hotel aus Zug

Schlafen im Fass, im Iglu, im Heu das kennen wir. Aber Schlafen in der Betonröhre!? Genau ihr habt richtig gehört. Zug hat sein erstes Röhren-Hotel. Anschauen kann man dies ab morgen an der Zuger Messe. Unsere Reporterin Evelyn Leemann konnte aber nicht mehr so lange warten und guckte in die Röhre.

Starker Start von Martullo Blocher in Graubünden
Regional

Starker Start von Martullo Blocher in Graubünden

Die Zürcherin Magdalena Martullo-Blocher hat bei den Nationalratswahlen in Graubünden einen starken Start hingelegt. In 28 von 106 ausgezählten Gemeinden holte die Zürcherin am meisten persönliche Stimmen von allen Kandidatinnen und Kandidaten. Sie überflügelte sogar ihren SVP-Nationalratskollegen Heinz Brand deutlich.

Bertaggia zwei weitere Jahre in Lugano
Sport

Bertaggia zwei weitere Jahre in Lugano

Der HC Lugano hat den Vertrag mit Flügelstürmer Alessio Bertaggia (26) um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2021/22 verlängert. Bertaggia hatte Mitte November 2014 in einem Tauschgeschäft von Zug nach Lugano gewechselt.