Zuger Archäologen bergen Münzen aus Caesars Zeit


News Redaktion
Regional / 13.01.23 12:36

Das Kiesabbau-Gebiet in Cham-Oberwil hat einmal mehr archäologische Funde freigegeben. Bei einer Rettungsgrabung kamen keltische und römische Münzen zum Vorschein.

Sieben keltische Münzen und ein römisch-republikanischer Silberdenar in unrestauriertem Zustand nach der Auffindung im Kiesabbaugebiet Cham-Oberwil. (FOTO: ADA ZG, David Jecker)
Sieben keltische Münzen und ein römisch-republikanischer Silberdenar in unrestauriertem Zustand nach der Auffindung im Kiesabbaugebiet Cham-Oberwil. (FOTO: ADA ZG, David Jecker)

Sie stammen aus der Zeit vor dem Auszug der einheimischen Helvetier in Richtung Süden, noch bevor sie um 58 vor Christus von Julius Caesar in Bibracte im heutigen Frankreich geschlagen und zurück in die Heimat geschickt wurden, wie das Zuger Amt für Denkmalpflege und Archäologie am Freitag mitteilte. Es stellt diese und andere Funde aus dem vergangenen Jahr Ende Januar öffentlich vor.

In der Kiesgrube entdeckte Feuergruben würden zudem neue Erkenntnisse über die Tätigkeiten bronzezeitlicher Menschen liefern. Die Zuger Archäologen sind im Kiesabbaugebiet von Cham-Oberwil seit den 1990er Jahren unterwegs. Sie begleiten den Kiesabbau, um Funde aus der Vergangenheit zu sichten und vor der Zerstörung zu retten.

Auch in anderen Zuger Gemeinden kamen laut der Mitteilung besondere Erinnerungen an vergangene Zeiten zutage. Bei Aushubarbeiten zur Erweiterung des Schulhauses Sternmatt in Baar wurden Stein?platten gefunden, die sich als Abdeckung eines Grabes entpuppten.

In der Binzmühle bei Rotkreuz fanden sich Spuren der Energiegewinnung durch Wasserkraft aus dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Und die im letzten Jahr entdeckten, gut erhaltenen Wandmalereien in einem Zuger Altstadthaus an der Ägeristrasse sind zwischenzeitlich vollständig freigelegt.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kimpioka verhilft Luzern zu seltenem Sieg
Sport

Kimpioka verhilft Luzern zu seltenem Sieg

Der FC Luzern gewinnt beim FC Basel 3:2 und holt sich Selbstvertrauen für die Aufgabe im Cup-Achtelfinal in Thun am Dienstag. Ein neuer Stürmer lässt die Innerschweizer einen seltenen Sieg bejubeln.

Philips streicht weitere 6000 Stellen
Wirtschaft

Philips streicht weitere 6000 Stellen

Der angeschlagene Medizintechnikhersteller Philips will durch einen weiteren massiven Stellenabbau die Profitabilität erhöhen. Zusätzlich zu dem bereits im Oktober angekündigten Abbau von rund 4000 Stellen sollen 6000 weitere gestrichen werden.

SVP pocht mit Positionspapier auf neu ausgerichtete Asylpolitik
Schweiz

SVP pocht mit Positionspapier auf neu ausgerichtete Asylpolitik

Die SVP fordert eine Neuausrichtung der Asylpolitik mit einer Durchführung der Verfahren im Ausland. Rund neun Monate vor den eidgenössischen Wahlen und angesichts der gestiegenen Zahl von Asylgesuchen untermauert sie ihre Forderungen nun in einem Positionspapier.

Mehr Anrufe wegen Pilzvergiftungen bei Notruftelefon 145
Schweiz

Mehr Anrufe wegen Pilzvergiftungen bei Notruftelefon 145

Die Anzahl der Pilzvergiftungen hat im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugenommen. Etwas abgenommen hat die Anzahl Beratungen beim Vergiftungsnotruf 145 wegen Suizidversuchen, wie Tox Info Suisse mitteilte.