Zusammen-Arbeit bei Wahlen: CVP begrüsst Antrag der FDP für Listenverbindung


Roman Spirig
Regional / 02.07.19 17:18

Im Kanton Luzern steht einer Zusammenarbeit zwischen CVP und FDP bei den eidgenössischen Wahlen nach Ansicht der Parteispitzen nichts im Wege. Die CVP-Parteileitung bezeichnet einen entsprechenden Antrag der FDP-Spitze als logisch und sinnvoll.

Andrea Gmür (CVP) soll mit dem bisherigen FDP-Ständerat Damian Müller auf einer Liste erscheinen (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Andrea Gmür (CVP) soll mit dem bisherigen FDP-Ständerat Damian Müller auf einer Liste erscheinen (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Im Ständerat will die CVP den frei werdenden Sitz von Konrad Graber(rechts) verteidigen. Links: Damian Müller (FDP) (Foto: KEYSTONE/ALEXANDRAWEY)
Im Ständerat will die CVP den frei werdenden Sitz von Konrad Graber(rechts) verteidigen. Links: Damian Müller (FDP) (Foto: KEYSTONE/ALEXANDRAWEY)

Die FDP-Parteileitung hatte am Montag mitgeteilt, dass sie bei den Nationalratswahlen eine Listenverbindung und bei den Ständeratswahlen eine gemeinsame Liste mit der CVP anstrebe. Die CVP-Parteileitung begrüsste dies am Dienstag. CVP und FDP seien im Kanton Luzern die gestaltende Kraft, teilte sie mit.

Die CVP-Spitze hat von ihren Delegierten bereits im Mai die Kompetenz erhalten, allfällige Listenverbindungen oder gemeinsame Listen einzugehen. Bei der FDP haben am 22. August die Delegierten zu diesem Thema das letzte Wort.

Wahlziel der beiden Parteien ist es, ihre Sitzzahl im Nationalrat zu sichern. Bei der CVP sind es drei, bei der FDP zwei. Erschwerend ist dabei, dass der Kanton Luzern neu nur noch neun statt zehn Sitze haben wird. Es gilt somit, sich möglichst viele Restmandate zu sichern. Eine Listenverbindung trage unbestritten dazu bei, das Wahlziel zu erreichen, heisst es in der Mitteilung der CVP.

Im Ständerat will die CVP den frei werdenden Sitz von Konrad Graber verteidigen. Sie hat Nationalrätin Andrea Gmür nominiert, die demnach mit dem bisherigen FDP-Ständerat Damian Müller auf einer Liste figurieren soll. Anspruch auf einen Ständeratssitz stellen auch SVP, SP, Grüne oder GLP.

Die früheren Erzfeinde im Kanton, CVP und FDP, sind 2015 erstmals für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung eingegangen. Die CVP ist optimistisch, dass dies erneut zustande kommen wird. Sie gehe davon aus, dass die FDP-Delegierten den Antrag ihrer Parteileitung gutheissen würden, teilte sie mit.

(sda)

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