Baltenstaaten werfen Russland Desinformationskampagne vor
In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die Aussenminister der drei baltischen EU- und Nato-Staaten die «andauernde russische Desinformationskampagne gegen unsere Länder» als «völlig haltlos» zurück.
Die Anschuldigungen seien bereits Ende März gegenüber den Geschäftsträgern der russischen Vertretungen in Tallinn, Riga und Vilnius unmissverständlich widerlegt worden. Dennoch setze Russland ungeachtet dieser Reaktion seine Lügen fort, hiess es in der Mitteilung der drei Länder. Betont wurde darin zugleich auch, dass die Ukraine das Recht habe, sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen.
Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. Teil der ukrainischen Gegenwehr sind Luftangriffe auf Industrie- und Militäreinrichtungen im russischen Hinterland. Zuletzt hatte die Ukraine wiederholt Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland angegriffen. Bei den Angriffen sind mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt. Verletzte oder grössere Schäden gab es dabei nicht. Russland hatte daraufhin seine unbelegten Behauptungen erhoben. «Statt seine bösartige Desinformationskampagne fortzusetzen, muss Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden», schrieben die baltischen Aussenminister weiter.