Belgien gedenkt Terroranschlägen vor zehn Jahren
Bei den Anschlägen hatten drei Selbstmordattentäter der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Bomben am Brüsseler Flughafen Zaventem sowie in der U-Bahn-Station gezündet. Sie töteten 32 Menschen, 340 wurden verletzt. Wegen weiterer Opfer durch Krankheit oder Suizid wird die offizielle Zahl der Toten mittlerweile mit 36 angegeben.
De Wever dankte bei den Zeremonien den damals tätigen Einsatzkräften und rief dazu auf, nicht den Glauben an das Gute zu verlieren. «Terroristen versuchten, uns zu spalten und uns mit Angst zu lähmen», erklärte er. «Doch zehn Jahre später sehen wir, wie Menschen weiterhin füreinander einstehen und sich für Menschlichkeit und Würde entscheiden - oft durch kleine, stille Gesten.»
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb in sozialen Netzwerken: «Heute denken wir an die Opfer und an ihre Angehörigen, die noch immer einen Verlust tragen, den die Zeit nicht heilen kann.» Man stehe wie schon 2016 geeint zusammen und sei weiter entschlossen, die gemeinsamen Werte zu schützen.
Mammutprozess endete 2023
Die strafrechtliche Aufarbeitung der Anschläge ist mittlerweile abgeschlossen. Nach einem Mammutprozess waren 2023 gegen mutmassliche Drahtzieher und Unterstützer der Selbstmordattentäter lange Haftstrafen verhängt worden.
Die Anschläge in der belgischen Hauptstadt vor zehn Jahren reihten sich ein in eine islamistische Terrorserie. Im November 2015 hatten Terroristen bei einer Serie koordinierter Anschläge in Paris 130 Menschen getötet und 350 verletzt. Im Dezember 2016 entführte dann ein islamistischer Terrorist einen Lastwagen und fuhr damit in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Dieser Anschlag forderte 13 Opfer, wobei ein Mensch erst Jahre später an den Folgen starb.